RICHARD WAGNER

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REZENSIONEN

Parsifal
Saisonabschluss an der Staatsoper mit „Parsifal“ und zugleich Abschiedsabend für Staatsoperndirektor Ioan Holender. Placido Domingo flog für die letzte Szene sogar aus London ein.
30.6.10 Staatsoper

Tannhäuser
Tannhäuser an der Staatsoper: Vierte und letzte Vorstellung der Premierenserie und eine gute Gelegenheit, die im „Premierenfieber“ gefasste Meinung bestätigt oder widerlegt zu finden.
27.6.10 Staatsoper

Tannhäuser Premiere
„Tannhäuser“-Premiere an der Staatsoper: eine üppig gepflegte, vier Stunden lang zelebrierte Langeweile.
16.6.10 Staatsoper

Lohengrin
An der Staatsoper steht „Lohengrin“ wieder in erprobter Besetzung auf dem Spielplan. Drei Vorstellungen sind angesetzt – und möglicherweise handelt es sich dabei um die letzten in der insgesamt wenig begeistert aufgenommenen Inszenierung von Barrie Kosky.
30.5.10 Staatsoper

Parsifal
„Parsifal“ am Gründonnerstag hat Tradition. Zwar kann man von der derzeit an der Wiener Staatsoper gezeigten Inszenierung schwer auf ein österliches Heilsmysterium schließen, aber es gibt ja noch die Musik und die Dichtung.
1.4.10 Staatsoper

Siegfried
Dieser Abend gehörte Stephen Gould: den liebestollen „lachenden Tod“ eingeschlossen strotzte sein Siegfried von Saft und Kraft. Diese Leistung krönte eine insgesamt recht gute Aufführung.
25.3.10 Staatsoper

Tristan und Isolde
Eine Woche nach der „Macbeth“-Revolution wird der Staatsoperndirektor mit dem Publikum wieder zufrieden sein: freundlich applaudieren und Bravorufen darf es ja. Insofern kam Simon Rattles „Tristan“-Debüt in Wien gerade recht und die Verdi'schen Verwirrungen lösten sich in Wagner'schem Wohlgefallen auf.
14.12.09 Staatsoper

Rheingold
Die Doppelpackung „Ring“, die man an der Wiener Staatsoper dem Publikum zur gefälligen Einnahme innerhalb von drei Wochen verordnet hat, startete Samstagabend in die zweite Behandlungsrunde. Das Ergebnis war nicht gerade „enthusiasmierend“.
21.11.09 Staatsoper

Lohengrin
Man spielt „Lohengrin“ und keiner geht hin? Ganz so weit ist es noch nicht, aber der schlecht besuchte Stehplatz, auffallende Lücken im hinteren Parterre und zumindest zwei leere Logen, sind doch eher unüblich. Für die Sonntagnachmittags-Vorstellung am 11.10. gibt es noch (Onlineverkauf, Stand 5.10.) um die 650 (!) Karten, vor allem im teuren Segment. Ist ein Schelm, wer denkt, dass das mit der Inszenierung von Barrie Kosky zu tun haben könnte?
4.10.09 Staatsoper

Rheingold Premiere
Mit dem „Rheingold“ hat die Staatsoper den neuen „Ring“ abgeschlossen – und das „Vorspiel“ erwies sich als sehr erfreuliches „Nachspiel“. Das Orchester unter Franz Welser-Möst und die Sängerpersönlichkeiten von Adrian Eröd und Tomasz Konieczny prägten den Abend.
2.5.09 Staatsoper

Götterdämmerung Premiere
Dritter Teil des neuen Staatsopern-„Rings“: die Neuproduktion der „Götterdämmerung“ wirkte gegenüber der „Walküre“ und „Siegfried“ szenisch geschlossener und gefiel vor allem wegen eines packenden zweiten Aufzugs.
8.12.08 Staatsoper

Lohengrin
Die letzte von drei Lohengrin-Vorstellungen an der Wiener Staatsoper erfreute mit hochromantischem Orchesterklang und einer guten Ensembleleistung.
23.11.08 Staatsoper

Siegfried Premiere
Zwischen Stadt-Marathon und Rapid-Meisterfeier hatte die Siegfried-Premiere an der Staatsoper einen guten Stand: der kraftlackelnde Naturbursche wäre möglicherweise bei beiden Veranstaltungen nicht Fehl am Platz gewesen...
27.4.08 Staatsoper

Parsifal
Gründonnerstag ist „Parsifal“-Tag – und wer sich von der unzureichenden Inszenierung nicht ablenken ließ, konnte eine würdige Aufführung erleben.

20.3.08 Staatsoper

Der fliegende Holländer
In der 30. Aufführung dieser Produktion des „Fliegenden Holländers“ quietschten die Kulissen schon als wäre es die 300. Vorstellung. Aber irgendwie passte dieses Geräusch zum Outfit dieser Inszenierung, das nach gerade vier Jahren schon ziemlich abgespielt wirkt.
12.2.08 Staatsoper

Die Meistersinger von Nürnberg
Der Bäcker ward zum Schuster, der Nachtwächter zum Bäcker – und somit kam diese von Erkrankungen gekennzeichnete „Meistersinger“-Serie doch noch zu einem glücklichen Finale.
26.1.08 Staatsoper

Die Meistersinger von Nürnberg
Wenig Glück hat man an der Staatsoper derzeit mit Wagner: nach dem „Walküren“-Fehlstart ist auch die laufende „Meistersinger“-Serie von Umbesetzungen und Indispositionen gekennzeichnet.
16.1.08 Staatsoper

Die Meistersinger von Nürnberg
Wenig sängerfreundlich war das Hochnebelwetter der letzten Tage. Zwei krankheitsbedingte, kurzfristige Absagen mischten die Besetzungsliste auf. Doch geprägt hat den Abend vor allem eine Person: Dirigent Christian Thielemann mit eigenwilliger Virtuosität.
12.1.08 Staatsoper

Walküre Premiere
Warum beginnt man ein neues „Ring“-Projekt mit der „Walküre“? Damit sich die Regie nicht schon am „Rheingold“ die Zähne ausbeißt … Insofern war es ein taktisch kluger Schachzug, dem allerdings das stimmliche k. o. Wotans am Ende des zweiten Aufzugs einen Strich durch die Rechnung machte. Somit fällt eine Beurteilung schwer – und eigentlich müsste es heißen: „Zurück an den Start!“

2.12.07 Staatsoper

Tristan und Isolde
Ein wenig euphorisch darf Frau/Mann nach diesem „Tristan“ schon sein, der als Kontrastprogramm zu den Mozarttagen die Staatsopern-Besucher mit wagnersüchtiger Endorphinausschüttung beglückte...
14.1.07 Staatsoper

Lohengrin
Peter Seiffert ist nach vielen Jahren wieder als Lohengrin an der Staatsoper zu hören. Die Stimme scheint etwas schwerer geworden, seine Interpretation des Schwanenritters ist aber nach wie vor von bester Güte.
7.9.06 Staatsoper

Die Meistersinger von Nürnberg
Herausforderung oder Überforderung? Kurz vor Saisonschluss haben die „Meistersinger“ am Währinger Gürtel vorbei geschaut. Die Wiederaufnahme einer Produktion aus dem Jahr 1998 sorgte für sehr unterschiedliche Eindrücke.
23.6.06 Volksoper

Tristan und Isolde
Franz Welser-Mösts „Einspringer-Tristan“ vom 5. September 2003 hat sich seinen Platz in der Staatsoperngeschichte erobert. Aber die besondere Atmosphäre von Einzelereignissen lässt sich nicht reproduzieren. Die Ausgangsbedingungen wechseln – und deshalb war diese Aufführung mit jener nicht vergleichbar.

11.2.06 Staatsoper

Lohengrin Premiere
Das ist er also jetzt, der neue Staatsopern-Lohengrin: Die Inszenierung ist ziemlich dürftig ausgefallen, musikalisch bewegte sich der Abend auf hohem Niveau. Jubelstimmung kam bei mir keine auf.

3.12.05 Staatsoper

Der fliegende Holländer
Zwei Jahre sind seit der „Holländer“-Premiere schon wieder ins Land gezogen. Die Produktion hat ihre Tauglichkeit im Opernalltag bewiesen – bei einer wohltuenden Abschwächung des ursprünglichen Regiekonzepts. Aber keine Sorge: Sentas Flammentod wurde nicht abgeschafft.

21.11.05 Staatsoper

2004/05
Parsifal
Zum Saisonende wird an der Staatsoper „reichhaltige Wagner-Kost“ geboten: die erste von drei „Parsifal“-Aufführungen wurde zum umjubelten Zusammentreffen großer Künstlerpersönlichkeiten.

23.6.05 Staatsoper

Walküre
Die Staatsoper steht mitten im zweiten Ring-Zyklus dieser Saison. Die Walküre brachte sehr gute sängerische Leistungen: am energiegeladenen Wotan von Falk Struckmann führte kein Weg vorbei.
17.4.05 Staatsoper

Parsifal
Dass einem Werk kein Jahr nach der Premiere schon eine „Musikalische Neueinstudierung“ zu Teil wird, muss schon einen ganz besonderen Grund haben: Sir Simon Rattle ist für drei „Parsifal"-Vorstellungen nach Wien gekommen, um an der Staatsoper den Taktstock zu schwingen.

12.1.05 Staatsoper

Siegfried
Ein Staatsopern-Siegfried mit fünf (!) Rollendebütanten – Siegfried, Mime, Wanderer, Fafner, Waldvogel. Und der Mime von Herwig Pecoraro bot für mich eindeutig die beste Leistung des Abends.

1.11.04 Staatsoper

Walküre
Die Durchschnittsperformance dieser Aufführung war mittelprächtig. Vor allem der zweite Aufzug verwässerte den ganzen Abend.
26.10.04 Staatsoper

Der fliegende Holländer
Kernig ist er schon, der Holländer-Struckmann, „kantabel“ weniger. Ob er sich Sentas Treue erzwingen möchte? Aber Senta-Stemme lässt sich gerne mitreißen. Sie folgt ihm mit jubelnder Treue in den Tod. Struckmann und Stemme, sie haben diese Aufführung geprägt.

1.10.04 Staatsoper

2003/04

Der fliegende Holländer
Die erste Reprisen-Serie des neuen Staatsopern-„Holländers“ hat musikalisch noch einmal zugelegt. Jetzt hat die Besetzung endlich auch einen Daland, der die Rolle stimmlich umsetzen kann.
12.6.04 Staatsoper

Tristan und Isolde
Christian Thielemann ist wieder in Wien, um seinen „Tristan“ zu dirigieren. Es wurde eine aufwühlende Vorstellung. Ein zwischen Verzückung und Leere taumelnder zweiter Aufzug war der Kristallisationspunkt des Abends.
16.5.04 Staatsoper

Parsifal (Premiere)
Dass diese Neuproduktion des Wagner’schen „Parsifal“ einige Fragen aufwerfen wird, war zu erwarten gewesen. Aber dass sich Regisseurin Christine Mielitz durch den abgeschmacktesten Inszenierungs-Notausgang retten würde, den man inzwischen für die Opernbühne wählen kann, überraschte doch: Mielitz‘ens „Parsifal“ spielt ganz offensichtlich auf der Psychiatrie.
8.4.04 Staatsoper

Walküre
Starke Pluspunkte für das Wälsungenpaar, Abzüge für Wotan und Dirigenten. Das ist mein Ranking nach der sonntäglichen Staatsopern-Walküre.
1.2.04 Staatsoper

Die Meistersinger von Nürnberg
Glühwürmchen hatte man an diesem Sonntag keine zu gegenwärtigen, nur Dachlawinen. Und weil Dachlawinen weniger poetischen Reiz ausstrahlen als Glühwürmchen, deshalb hat Wagner seine Meistersinger auch im Frühsommer und nicht im Spätwinter angesiedelt...
11.1.04 Staatsoper

Der fliegende Holländer
Auf Seeleute ist kein Verlass, kaum sind sie da, sind sie schon wieder fort. Holländer und Daland sind der Produktion nach nur eineinhalb Wochen abhanden gekommen. Auch die Mary. Und das Senta verzehrende Schlussfeuer. Aber dem kann man nächstens mit mehr pyrotechnischer Sorgfalt sicher wieder auf die Sprünge helfen.
14.12.03 Staatsoper

Der fliegende Holländer (Premiere)
Über den Schluss dieser „Holländer“-Inszenierung soll man wahrscheinlich streiten – darüber, dass diese Inszenierung insgesamt einen sehr guten Eindruck hinterlässt, sollte man nicht streiten. Ob musikalisch bei dieser Neuproduktion wirklich das Bestmögliche realisiert wurde, darüber muss man streiten.
5.12.03 Staatsoper

INHALTSANGABEN &
REZENSIONEN

Rienzi Inhalt
28.12.97 Staatsoper
22.1.00 Staatsoper
13.3.01 Staatsoper

Der fliegende Holländer Inhalt
5.12.03 Staatsoper Premiere
14.12.03 Staatsoper
12.6.04 Staatsoper
1.10.04 Staatsoper
21.11.05 Staatsoper
12.2.08 Staatsoper

Tannhäuser Inhalt
19.6.01 Staatsoper

30.5.02 Staatsoper


Lohengrin Inhalt
20.2./23.2.97 Staatsoper
1.5.00 Staatsoper
3.12.05 Staatsoper Premiere
7.9.06 Staatsoper
23.11.08 Staatsoper
4.10.09 Staatsoper
30.5.10 Staatsoper

Tristan und Isolde Inhalt
8.10.00 Staatsoper
25.5.03 Staatsoper Premiere
5.9.03 Staatsoper
16.5.04 Staatsoper
11.2.06 Staatsoper
14.1.07 Staatsoper
14.12.09 Staatsoper

Die Meistersinger von Nürnberg Inhalt
5.5.02 Staatsoper

11.1.04 Staatsoper
23.6.06 Volksoper
12.1.08 Staatsoper
16.1.08 Staatsoper
26.1.08 Staatsoper

Rheingold Inhalt

29.3.00 Staatsoper
1.4.02 Staatsoper

2.5.09 Staatsoper
21.11.09 Staatsoper

Die Walküre Inhalt
1.11.99 Staatsoper

2.4.00 Staatsoper
18.3.01 Staatsoper
30.10.01 Staatsoper

7.4.02 Staatsoper

9.5.02 Staatsoper

20.10.02 Staatsoper

9.2.03 Staatsoper

27.4.03 Staatsoper

21.9.03 Staatsoper
1.2.04 Staatsoper
26.10.04 Staatsoper
17.4.05 Staatsoper
2.12.07 Staatsoper

Siegfried Inhalt

14.4.02 Staatsoper

1.11.04 Staatsoper
27.4.08 Staatsoper
25.3.10 Staatsoper

Die Götterdämmerung Inhalt

16.4.00 Staatsoper
1.4.01 Staatsoper
9.12.01 Staatsoper
20.4.02 Staatsoper
1.11.02 Staatsoper

8.12.08 Staatsoper

Parsifal Inhalt

20.4./26.4.00 Staatsoper

12.4.01 Staatsoper

17.4.03 Staatsoper

8.4.04 Staatsoper Premiere
12.1.05 Staatsoper
23.6.05 Staatsoper
21.3.08 Staatsoper
1.4.10 Staatsoper
30.6.10 Staatsoper

BIOGRAPHIE

22.5.1813 Leipzig
1836 "Das Liebesverbot", Magdeburg
1842 "Rienzi", Dresden
1843 "Der fliegende Holländer", Dresden
1845
"Tannhäuser", Dresden
1850 "Lohengrin", Weimar
1865 "Tristan und Isolde", München
1868 "Die Meistersinger von Nürnberg", München
1869
"Das Rheingold", München
1870
"Die Walküre", München
1876 "Siegfried",Bayreuth
1876
"Götterdämmerung", Bayreuth
1882 "Parsifal", Bayreuth
13.2.1883
Venedig

WIRKUNGSGESCHICHTE

Otto Weininger: „Über den Gedankengehalt der Werke Richard Wagners, insbesondere seines Parsifal“ (1902-03)
"Noch nie hat eine Kunst das Kunstverlangen irgend einer Zeit so völlig zu fesseln und so ganz und gar auszufüllen vermocht, wie die Schöpfungen Wagners." weiter

Pikante Enthuellungen um "Tristan"
Eine launige und nicht ganz jugendfreie Gegenüberstellung von Wagner's "Tristan" mit seiner mittelalterlichen Vorlage.
weiter

"Wagner selbst verleugnet bekanntlich jetzt seinen Rienzi als einen Irrthum; er wird nichts dagegen haben, wenn wir dasselbe thun. Nur verwirft er diese Oper, weil sie einer angeblich überwundenen Kunstgattung angehört; wir, weil sie ein schlechtes Individuum dieser Gattung, weil sie schlechte Musik ist." Eduard Hanslick's lesenswerter Rienzi-Verriß, zitiert aus seinem Opernbuch 1877. weiter