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Wien 2000-2024
 

OPER IN WIEN
2000-2020

FIDELIO-AUFFÜHRUNGEN IN WIEN 2000-2020
---> Ein Überblick in zwölf Kapiteln

SCHUMANN- & SCHUBERT-OPERN IN WIEN 2000-2020
---> Ein Überblick in acht Kapiteln

 

Staatsoper: „Faust“
(25.5.24) Der alte Mann, der durch die Pariser Straßen stapft: Ist das nicht der Dr. Faust? Natürlich, Goethes alter Genosse. Frank Castorf hat ihn mit mephistophelischem Lächeln aus der Gosse geholt und auf die Staatsopernbühne gestellt – die löchrigen Schuhe inklusive. Aber will man das alles so genau wissen?

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Premiere
Museumsquartier: „La clemenza di Tito“

(21.5.24)
Festwochenintendant Milo Rau hat seine Genfer Produktion von „La clemenza di Tito“ aus dem Jahr 2021 nach Wien mitgenommen. Er bespielt damit die Halle E im Museumsquartier: eine langatmige, ideologisch ausufernde Theaterarbeit, bei der die Musik nur mehr eine Nebenrolle spielt. 
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Staatsoper: „Die Meistersinger von Nürnberg“
(19.5.24)
An der Staatsoper haben die „Meistersinger“ nach knapp eineinhalb Jahren wieder in den Spielplan zurückgefunden. Die Neuproduktion vom Dezember 2022 erlebte an diesem Pfingstsonntag erst ihre sechste Vorstellung.
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Staatsoper: „Otello“
(16.5.24) Der Otello lockt Heldentenöre wie Siegfried der loheumwaberte Brünnhildenfelsen. Jetzt macht Andreas Schager an der Wiener Staatsoper einen „Ausflug“ zu Verdi. Mit Windstärke 12 tost Otellos Eifersuchtsorkan durchs Haus.

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Wiederaufnahme
Staatsoper: „The Tempest“

(9.5.24) „The Tempest“ von Thomas Adès zählt zu den erfolgreicheren Schöpfungen des zeitgenössischen Musiktheaters. Das Werk wurde jetzt nach neunjähriger Absenz für vier Vorstellungen wieder in den Staatsopern-Spielplan aufgenommen.

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Staatsoper: „L'elisir d'amore“
(3.5.24) Der junge Tenor Xabier Anduaga steht aktuell im Zentrum einer Serie von drei „Liebestrank“-Aufführungen. In der zweiten Vorstellung wiederholte er Nemorinos Romanze „Una furtiva lagrima“.

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Premiere
Staatsoper: „Lohengrin“
(29.4.24) Der neue Staatsopern-„Lohengrin“ schwankt szenisch zwischen schlechter Parodie und unpassender Komik, von gesanglichem Mittelmaß keineswegs premierenwürdig ausstaffiert.

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Volksoper: „La rondine“
(23.4.24)
So richtet flügge wird Giacomos Puccini „La rondine“ in der neuen Volksopernproduktion nicht. Die Inszenierung mißtraut dem Werk und musikalisch wars dann doch zu wenig „deliziös“.
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Flavio, re de' Langobardi“
(17.4.24) An diesem Mittwochabend wurde die Halle E des Museumsquartiers zum Zentrum der Wiener Barockopernenthusiasten. Georg Friedrich Händels selten aufgeführte Oper „Flavio, re de‘ Langobardi“ wurde in illustrer Besetzung konzertant gegeben.

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Staatsoper: Don Giovanni
(16.4.24) Ein noch sehr junger Don Juan und ein erfahrener Leporello prägen die aktuelle Aufführungsserie des „Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper: eine etwas ungleichgewichtige „Beziehung“, die die Aufführung nicht so recht zu beleben vermochte.

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Solistenkonzert
Staatsoper: Solistenkonzert Benjamin Bernheim

(10.4.24) Liebhaber spätromantischen französischen Liedgutes kamen beim Solistenkonzert von Benjamin Bernheim in der Wiener Staatsoper voll auf ihre Rechnung: Kompositionen von Charles Gounod, Reynaldo Hahn, Ernest Chausson und Henri Duparc wurden mit je drei Liedern von Giacomo Puccini und Richard Strauss „abgeschmeckt“.

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Premiere
Theater an der Wien im Museumsquartier: „Kublai Khan“
(5.4.24) Antonio Salieris Oper „Cublai, gran Kan de‘ Tartari“ ist 1788 wegen zensur-politischer Bedenken nicht (!) uraufgeführt worden. Die handschriftliche Partitur landete schließlich in der Österreichischen Nationalbibliothek. Dort wurde sie in den 1990er-Jahren aufgestöbert und für eine Aufführung beim Mozartfest Würzburg aufbereitet, wo die Oper 1998 in einer deutschen Fassung erstmals zur Aufführung gelangte.

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Staatsoper: „Rusalka“
(4.4.24) Nach vier Jahren hat die Wiener Staatsoper Antonin Dvoraks „Rusalka“ wieder auf den Spielplan gesetzt. Die Besetzung war bis auf den Küchenjungen neu, die Inszenierung ist dieselbe geblieben: Sven-Eric Bechtolf hat 2014 Dvoraks „Lyrisches Märchen“ in eine gruftige Schauergeschichte umgedeutet.

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Staatsoper: „Parsifal“
(1.4.24) Das Wetter war an diesem Ostermontag schon ganz auf April eingestellt: tagsüber sommerlich warm, am Abend ein erfrischender Regenguss, der die gralserwärmten Gemüter des Publikums nach über fünf Stunden „Parsifal“ stark abkühlte.

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Staatsoper: „Der Rosenkavalier“
(28.3.24) Zu einem Staatsopern-„Rosenkavalier“ geht man wie in sein Stammcafé. Man schlürft die melancholische Nostalgie, die aus dem Orchestergraben und von der Bühne aufsteigt wie eine Tasse beschlagoberste Heiße Schokolade, und freut sich beruhigt und glücklich, dass die leicht ausgebleichten Tapeten immer noch so wie vor fünfzig Jahren an der Wand hängen.

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Staatsoper: „La cenerentola“
(15.3.24) Aktuell gibt es an der Wiener Staatsoper einen kleinen Rossini-Schwerpunkt: Die gelungene Wiederaufnahme des „Guillaume Tell“ ergänzen drei Vorstellungen von „La cenerentola“. Juan Diego Flórez kam dabei unvermutet zu seinem Hausdebüt als Don Ramiro.

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Staatsoper: „Guillaume Tell“
(8.3.24) „Tell-Schuss“ und „Rütli-Schwur“ – der treffsichere Armbrustschütze zeigt nach langer Abwesenheit an der Wiener Staatsoper wieder seine Kunst. Seit dem Jahr 2005 ist Gioachino Rossinis Veroperung des Schweizer Freiheitsmythos nicht mehr im Haus am Ring aufgeführt worden.

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Staatsoper: „Animal Farm“
(5.3.24) An der Staatsoper hat das Publikum noch bis 10. März Gelegenheit, sich mit Alexander Raskatovs musikalisch aufbereiteter Tierrevolution bekannt zu machen: Eine Mühe, die sich letztlich doch mehr lohnt, als dass man sie eigener Erwartungshaltungen wegen scheuen sollte.

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Österreichische Erstaufführung
Staatsoper: „Animal Farm“
(28.2.24) „Schweine“ gibt es überall – das hat schon der britische Schriftsteller George Orwell geahnt. An der Wiener Staatsoper kleiden sich Orwells revolutionäre Bauernhofschweine von der „Animal Farm“ jetzt in die Form zeitgenössischen Musiktheaters.

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Premiere
Theater an der Wien im Museumsquartier: „Roméo et Juliette“
(24.2.24)
Ist Juliette bisexuell? Nimmt Roméo Drogen? Hat Frère Laurent ein intimes Verhältnis mit Juliette? Führt Juliette ein Video-Tagebuch? Trägt Roméo schwarze Unterwäsche? Antworten auf diese spannenden Fragen gibt die Neuproduktion von Charles Gounods „Romeo et Juliette“ im MusikTheater an der Wien.
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Premiere
Kammeroper: „Maria de Buenos Aires“
(12.2.24)
Das MusikTheater an der Wien hat sich in der Kammeroper im Februar dem Tango verschrieben. Zur Aufführung gelangt „Maria de Buenos Aires“ von Astor Piazzolla.
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Volksoper: „Die letzte Verschwörung“
(9.2.24)
In der Volksoper sind wieder Reptiloide unterwegs, allerdings bei magerem Besucherinteresse. Moritz Eggerts unterhaltsames und den Puls der Zeit atmendes Musiktheaterstück „Die letzte Verschwörung“ scheint ein knappes Jahr nach der Uraufführung beim Publikum bereits der Vergessenheit anheimgefallen.
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Staatsoper: „Tosca“
(5.2.24)
Die Staatsoper rüstet sich für den Opernball, aber eine „Tosca“ ist sich vorher noch ausgegangen. Opernballeröffnungssänger Piotr Beczala gab den Cavaradossi – und damit war das Glück des zahlreich erschienenen Stammpublikums schon perfekt, samt Wiederholung der „Sternenarie“.
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Alceste“
(2.2.24) So viel Oper von Jean-Baptiste Lully in einem so kurzen Zeitraum hat es in Wien auch noch nicht gespielt: Vor knapp zwei Wochen schaute sein „Atys“ im Konzerthaus vorbei, jetzt war „Alceste“ im Museumsquartier zu Gast.

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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Aci, Galatea e Polifemo“
(25.1.24) Im Museumsquartier, der Ausweichspielstätte des Theaters an der Wien, wurde der konzertante Opernzyklus mit Georg Friedrich Händels Serenata „Aci, Galathea e Polifemo“ fortgesetzt.

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Staatsoper: „Ariadne auf Naxos“
(24.1.24)
Aribert Reimanns „Medea“ hätte es werden sollen, geworden ist es „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss. Die Wiener Staatsoper hat aus Besetzungsnöten den Spielplan abgeändert, die Wiederaufnahme von Reimanns Oper wurde abgesagt.
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Konzertante Aufführung
Konzerthaus: „Atys“

(20.1.24)
Im Wiener Konzerthaus ist wieder „Resonanzen“-Zeit. Am ersten Tag des Festivals für Alte Musik, das heuer unter dem Motto „Die Planeten“ steht, wurde dem Publikum ein konzertanter Ausflug zum Opernschaffen von Jean-Baptiste Lully ermöglicht und die Tragédie en musique „Atys“ gegeben.
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Premiere
Theater an der Wien im Museumsquartier:
„Candide“

(17.1.24)
Die „beste aller möglichen Welten“ wird vom Theater an der Wien im Museumsquartier nicht präsentiert, aber eine sehr gute Produktion von „Candide“ – Leonard Bernsteins „Operetten-Musical-Oper“ nach Voltaires satirischem Roman.
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Konzertante Aufführung
Volksoper: „Die Walküre“ - Erster Aufzug

(16.1.24)
Wer sich angesichts winterlicher Temperaturen nach dem Frühling sehnt, konnte sich am Dienstagabend in der Volksoper eine konzertante Portion „Lenz“ abholen. Gespielt wurde der erste Aufzug von Richard Wagners „Die Walküre“.
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Staatsoper: „I vespri Siciliani“
(13.1.24)
Raritäten stehen in dieser Saison an der Wiener Staatsoper hoch im Kurs: Herbert Wernickes „I vespri Siciliani“-Inszenierung wurde nach zwölf Jahren Absenz wieder in den Spielplan aufgenommen. Damit hat auch Wernickes umstrittene, bühnenbreite Treppenkonstruktion wieder Konjunktur – die für ein semikonzertantes Ambiente sorgt.
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Staatsoper: „La fanciulla del West“
(10.1.24)
Was den Publikumserfolg anbelangt, ist sich Giacomo Puccini bei „La fanciulla del West“ selbst der größte Konkurrent. Die 1910 in New York uraufgeführte „Goldgräberoper“ fristet im Repertoire eher ein Schattendasein. Die Wiener Produktion aus dem Jahr 2013 schaffte bis 2017 gerade Mal 16 Vorstellungen – dieser Tage wurde sie mit einer Wiederaufnahme bedacht.
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Volksoper: „Hänsel und Gretel“
(3.1.24)
„Hänsel und Gretel“ an der Volksoper bedeutet: viele Kinder und Jugendliche auch in der Abendvorstellung um 19 Uhr, ein Publikum, das sich spätestens nach der Pause im „Hexenakt“ wirklich mitreißen lässt. Wenn die Hexe durch die Luft saust, dann tobt das Haus.
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Volksoper: „La bohème“
(2.1.24)
1984 – 2024: Harry Kupfers „La bohème“-Inszenierung an der Volksoper wird heuer vierzig Jahre alt. Die Premiere dieser Produktion hat am 8. Juni 1984 stattgefunden – und sie hat sich sofort als nüchternes Pendant zur szenisch opulenten Inszenierung von Franco Zeffirelli an der Staatsoper profiliert. Schön, dass es noch beide gibt.
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Staatsoper: „Hänsel und Gretel“
(28.12.23)
An der Wiener Staatsoper „gretelt“ und „hänselt“ es wieder. Engelbert Humperdincks Märchenoper wurde in der Weihnachtswoche nach einer Absenz von vier Jahren für vier Vorstellungen wieder in den Spielplan aufgenommen.
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Volksoper: „Lass uns die Welt vergessen - Volksoper 1938“
(21.12.23)
Die neue Volksopern-Produktion „Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938“ erinnert mit Operettenschwung und Weltuntergangsstimmung an den März 1938. Sie gedenkt all jener Mitarbeiter und Künstler, die damals Opfer des Nationalsozialismus geworden sind: von der Direktionsetage bis zum Souffleur.
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Premiere
Theater an der Wien im Museumsquartier:
„Wo die wilden Kerle wohnen“

(16.12.23) Ja, wo wohnen denn die wilden Kerle? Momentan wohnen sie in der Halle E im Museumsquartier. Fürchten muss man sich nicht vor ihnen, obwohl sie orange glühende Augen haben. Sie bleiben auch nicht lange auf der Bühne: Die Aufführung dauert nur rund 45 Minuten.

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Staatsoper: „Elektra“
(14.12.23) Eine Aufführung der „Elektra“ hat noch selten vorweihnachtliche Gefühle geweckt. Sie bietet vielmehr ein gruseliges Kontrastprogramm zu Punschständen und Weihnachtsmarktkitsch, über die man zu dieser Jahreszeit in der Wiener Innenstadt an jeder Ecke stolpert. Insofern war es eine willkommene Abwechslung, um den Trägern von rotblinkenden Santa Claus-Mützen zu entgehen – in der Staatsoper wurden zumindest keine gesichtet.

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Premiere
Staatsoper: „Turandot“

(7.12.23) Die Wiener Staatsoper hat sich nach nicht einmal acht Jahren eine neue „Turandot“ geleistet. Regisseur Claus Guth knüpfte szenisch wieder seine Trauma-Psychotherapie-Masche. Musikalisch war es auch keine „Sternstunde“ – trotz wichtiger Rollendebüts von Asmik Grigorian und Jonas Kaufmann.

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Premiere
Kammeroper: „La finta giardiniera“

(1.12.23) An der Kammeroper hat man sich Mozarts liebender Gärtnerin besonnen. Die Regie bettet die Handlung in Fernsehhows ein: Das TV-Programm „Love Bird“ lockt zum Date. Leider war es weder szenisch noch musikalisch ein Volltreffer.

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Odeon: „Alice“
(25.11.23) Das Wunderland befindet sich derzeit im Wiener Odeon. Nein, es handelt sich um keinen Weihnachtsmarkt, sondern um eine literarisch-musiktheatralische Vergnügung: Das Publikum darf die berühmte Alice bei ihren seltsamen Abenteuern begleiten.

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Staatsoper: „Le Grand Macabre“
(19.11.23) Auch beim vierten Versuch ist es Nekrotzar nicht gelungen, Breughelland und seine Bewohner zu vernichten – ob es ihm beim fünften Versuch gelingen wird? Am Donnerstag hat er noch einmal die Gelegenheit dazu. Dann ist die Premierenserie von „Le Grand Macabre“ an der Wiener Staatsoper auch schon wieder Geschichte.

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Premiere
Theater an der Wien im Museumsquartier: „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“
(18.11.23) Die Märchenoper „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“ von Jaromir Weinberger hatte im Ausweichquartier des Theaters an der Wien Premiere: Aus „Böhmens Hain und Flur“ direkt in den Sexclub eines gegenwärtigen Wien mit Regisseur Tobias Kratzer als szenischem „Zeremonienmeister“
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Premiere 
Staatsoper: „Le Grand Macabre“

(11.11.23) „Tröt“ „TrÖt“ Trööt“ „TröÖöT“, „TRÖÖÖT“ – trotz Autohuben und Türklingeln: Wenn sich der Weltuntergang so harmlos gestaltet, wie die Staatsopern-Erstaufführung von György Ligetis „Le Grand Macabre“, dann muss man sich wirklich nicht vor ihm fürchten.

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Theater Akzent : „Die Judith von Shimoda“
(7.11.23) Ein schlechtes Theaterstück wird nicht zwingend besser, wenn man eine Oper daraus macht. Die Neue Oper Wien liefert mit „Die Judith von Shimoda“ im Theater Akzent gerade den Beweis dafür.
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Staatsoper: „Le nozze di Figaro“
(6.11.23) Nach einem mordenden Tenor und einem verdurstenden Sopran bietet Mozarts „Le nozze di Figaro“ im Staatsopernrepertoire dem Publikum jetzt einen amüsanten „Gegenpol“. Die Neuproduktion von letzter Saison wurde in teils veränderter Besetzung wieder auf den Spielplan gesetzt. Anbei Anmerkungen zur zweiten Aufführung der aktuellen Serie.

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Staatsoper: „Manon Lescaut“
(29.10.23) Anna Netrebko ist als Manon Lescaut an die Wiener Staatsoper zurückgekehrt. Sie taucht die Partie wieder in ihren dunklen Sopran und spielt die verführte und verführerische Manon mit kokettem Lebenshunger, der sie von der französischen Provinz schlussendlich und schicksalshaft bis nach Nordamerika entführt.

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Staatsoper: „Otello“
(28.10.23) Nach der Vorstellung wurde das Publikum von einer partiellen Mondfinsternis begrüßt, einer sehr „schmächtign“ zwar, aber immerhin. Die Luft war klar, der Erdtrabant glänzte in weißsilbrigem Licht, und ein kleines Stück Finsternis nagte an ihm wie die Eifersucht an Otellos krieggestählter Seele.

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Premiere
Theater an der Wien im Museumsquartier: „Theodora“
(19.10.23) Feiern wir also den Geburtstag des römischen Kaisers Diokletian im Café Central. Die Wiener halten es zwar mehr mit Kaiser Marcus Aurelius Probus, aber wenn Georg Friedrich Händel auf Diokletian besteht und Stefan Herheim auf ein Kaffeehaus, dann wird sich das schon irgendwie reimen. Ob sich das Publikum an dieser „Mischung“ laben kann, ist eine andere Frage. Aber zumindest gibt es viel schöne Musik zu hören.

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Staatsoper: Die Frau ohne Schatten
(14.10.23) Wiederaufnahme der „Frau ohne Schatten“ im Haus am Ring: Christian Thielemann in Wien und das Publikum voll großer Erwartung – es wurde nicht enttäuscht. Nach der Aufführung wurde dem Dirigenten die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper verliehen.

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Staatsoper: Tosca
(11.10.23) „La traviata“ – „Tosca“ – „La traviata“, der Staatsopernspielplan übt gerade für die touristische Verdichtung des italienischen Kernrepertoires. Für Ludovic Tézier sind es jedenfalls arbeitsreiche Tage, steht er zur Freude des Publikums doch in beiden Aufführungsserien auf der Bühne.

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Staatsoper: La traviata
(6.10.23) Die aktuelle „La traviata“-Serie ist ausgezeichnet besetzt: Lisette Oropesa, Juan Diego Flórez und Ludovic Tézier bieten kultivierten Verdi-Genuss für Opern-Feinschmecker und alle die es werden wollen.

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Premiere
Staatsoper: „Il trittico

(4.10.23) „Wie schwer ist es, glücklich zu sein.“ Es ist immer gut, wenn man ein Motto hat. Das kann man vor sich hertragen und in Interviews unter die Leute bringen. Außerdem kann man aus dem Satz eine bunte Leuchtschrift basteln und damit Opernbühnen dekorieren: schwupps – und fertig ist das Konzept für eine Staatsopernpremiere.

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Konzert
Staatsoper: Solistenkonzert Lise Davidsen

(28.9.23) Im ersten Solistenkonzert der Saison stellte sich die norwegische Sopranistin Lise Davidsen dem Publikum der Wiener Staatsoper mit einem gemischten Programm vor. Es spannte den Bogen vom skandinavischen Kunstlied bis zum Musical.

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Österreichische Erstaufführung
Kammeroper: „Denis & Katya“

(27.9.23)
Ziemlich düster und ganz zeitgenössisch hat die Saison in der Kammeroper begonnen. „Denis & Katya“ erzählt vom Tod eines Teenagerpärchens in Russland. 2019 in Philadelphia uraufgeführt ist das Werk jetzt erstmals in Österreich zu sehen.
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „L'amor coniugale“
(24.9.23) Konzertante Oper des MusikTheaters an der Wien in der Halle E des Museumsquartiers: „L’amor coniugale“ von Johann Simon Mayr – ein italienischer „Fidelio“, der in Polen spielt.

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Staatsoper: „Daphne“
(21.9.23) An der Staatsoper begegnet man „Daphne“ viel seltener als im Wienerwald, wo „Daphne laureola“– der Lorberblättrige Seidelbast – allenthalben die Wanderer grüßt. Singen kann Daphne laureola allerdings nicht.

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Premiere
Theater an der Wien im Museumsquartier: „Les Martyrs“
(18.9.23) Das MusikTheater an der Wien hat mit „Les Martyrs“ die zweite Spielzeit an seinem Ausweichspielort im Museumsquartier aufgenommen. Gaetano Donizettis 1840 in Paris uraufgeführte Oper wurde dabei einem szenischen Verwirrspiel unterworfen, das viel Befremden auslöste.

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Premiere
Volksoper: „Salome“
(15.9.23) Die erste Saisonpremiere an der Volksoper galt der "Salome" von Richard Strauss. Der Rückgriff auf eine Inszenierung des 2015 verstorbenen Regisseurs Luc Bondy hat sich gelohnt: Dem Haus am Währinger Gürtel gelang ein dichter Premierenabend.

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Staatsoper: „La sonnambula“
(9.9.23)
„Für uns gibt es wenig so aufreibende Geduldproben, wie diese Musik mit ihrer geistlosen, einförmigen Wehmut, ihrer erbärmlichen Harmonie und Instrumentierung, ihren geradezu komischen Bauernchören.” Eduard Hanslick war kein Fan von Vincenzo Bellinis „La sonnambula“. Das Werk wurde im Haus am Ring auch viele Jahrzehnte lang nicht gespielt. Erst Direktor Ioan Holender hat der Oper im Jahr 2001 wieder einen Platz im Repertoire verschafft.
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Staatsoper: „La clemenza di Tito“
(4.9.23) Wolfgang Amadeus Mozarts „La clemenza di Tito“ haftet nicht gerade der Ruf an, ein besonderer „Reißer“ zu sein. Es gibt öffentlichkeitswirksamere Werke, um in ein neues Opernjahr zu starten. Der Enthusiasmus des Publikums hielt sich dementsprechend in Grenzen. Vielen Touristen wird das „Selfie“ auf der Opernterrasse ohnehin wichtiger gewesen sein.

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Staatsoper: „Götterdämmerung“
(30.6.23) Franz Welser-Möst dirigierte an diesem Abend seine letzte „Götterdämmerung“. Er hatte schon im Vorfeld der beiden „Ring“-Durchgänge an der Wiener Staatsoper angekündigt, von Wagners Tetralogie Abschied zu nehmen und sie als Dirigent zurückzulegen.

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Staatsoper: „Madama Butterfly“
(29.6.23) Fast drei Jahre hat man an der Staatsoper Puccinis Tragedia gioapponese nicht mehr gespielt. Für die erste Reprise nach der Premierenserie im September 2020 wurde Sonya Yoncheva als Cio-Cio-San ans Haus geholt: ein starkes Rollenporträt einer starken Frau.

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Staatsoper: „Die Walküre“
(22.6.23) Der aktuelle Staatsopern-„Ring“ nahm eine unerwartete Wendung: Ein bewährter und gut bekannter Wotan machte sich auf nach Wien, um die „Walküre“ zu retten. Und das Publikum bereitete ihm beim Schlussvorhang eine Ovation. Die Rede ist von Tomasz Konieczny, der an diesem Donnerstagabend seinen 18. (!) „Walküren”-Wotan an der Wiener Staatsoper gesungen hat.

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Staatsoper: „Rheingold“
(21.6.23) An schwülem Gedünst war an diesem Mittwochabend kein Mangel. Der Start des zweiten „Ring“-Durchgangs wurde von einer großmeteorologischen Unwetterlage begleitet, an der sich Donners Hammer mit schwungvollem Vergnügen abarbeiten konnte. Zum Glück saß das Publikum in der Wiener Staatsoper im Trockenen und erlebte das sich zusammenbrauende Gewitter nur musikalisch.

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Staatsoper: „Cavalleria rusticana / Pagliacci“
(19.6.23) Mit „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“ hat die Staatsoper wieder einmal das bewährte Versimo-Duo auf den Spielplan gesetzt – und es fehlte an diesem Abend nicht an jener kolportageartigen Grellheit, mit der die beiden Werke das Publikum in ihren Bann schlagen.

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Staatsoper: „Götterdämmerung“
(18.6.23) „Götterdämmerung“ bei frühsommerlichem Prachtwetter: An der Staatsoper ging der erste „Ring“-Durchgang zu Ende. Nahezu alle maßgeblichen Partien waren neu besetzt, was der Aufführung zusätzliche Würze verlieh.

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Premiere
Volksoper: „Die Entführung aus dem Serail“

(17.6.23) Knapp vor der Sommerpause hat die Volksoper zu ihrer letzten Premiere in der laufenden Saison geladen: Mozarts „Entführung aus dem Serail“ – und die vielen leeren Plätze auf der Galerie waren in diesem Fall kein Versäumnis, sondern mehr eine Vorwegnahme dessen, was an diesem Abend dem Publikum geboten wurde.

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Staatsoper: „Le nozze di Figaro“
(13.6.23) Mit viel Schwung geht derzeit die zweite Aufführungsserie des neuen Staatsopern-„Figaro“ über die Bühne. Die Premierennervosität ist abgestreift, die inszenatorischen Kanten haben sich leicht abgeschliffen, das junge Ensemble ist eingespielt und die Pointen sitzen.

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Staatsoper: „Siegfried“
(11.6.23) In der zweiten Pause blinzelte sogar die Abendsonne auf die Staatsopern-Terrasse herab, wo sich das Publikum gerade für den dritten Aufzug „Siegfried“ rüstete: eine Vorstellung mit fünf Wiener Rollendebüts, was den Habitués naturgemäß reichlichen Gesprächsstoff bot.

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Szenische österreichische Erstaufführung
Kammeroper: „Die stumme Serenade“

(5.6.23)
Starker Regen machte den Anmarsch zu Kammeroper an diesem Montagabend zu einer amphibischen Expedition. Alles flüchtete gleich unter das Vordach und ins kleine Foyer, wo man erst einmal im Sprühnebel ausgezogener Regenjacken und ausgeschüttelter Regenschirme nassschwülen Atem schöpfte. Aber nichts kann Opernenthusiasten davon abhalten, der szenischen österreichischen Erstaufführung eines Werks von Erich Wolfgang Korngold beizuwohnen.
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Staatsoper: „Die Walküre“
(4.6.23) Die „Winterstürme“ sind zum Glück schon eine Zeitlang vorbei, aber der „Wonnemond“ ist in dieser Staatsopern-„Walküre“ trotzdem nicht aufgegangen. Bis auf Simone Schneider – wieder einmal als imposante Einspringerin – fehlte es der Aufführung zu deutlich an Überzeugungskraft.

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Wiederaufnahme
Staatsoper: „Lady Macbeth von Mzensk“

(28.5.23) Männlichen Wiener Opernbesuchern sei derzeit zur Vorsicht geraten: Im Museumsquartier lauert Lulu, an der Staatsoper die russische „Verwandte“ der Lady Macbeth. Den beiden Damen kann man(n) auf unterschiedliche Weise zum Opfer fallen, im schlimmsten Fall sorgt eine Portion Pilze mit untergemischtem Rattengift für den Exitus.

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Premiere
Museumsquartier Halle E: „Lulu“

(27.5.23) Die Wiener Festwochen haben sich in Kooperation mit dem Musiktheater an der Wien Alban Bergs „Lulu“ vorgenommen. Eine gute Besetzung wurde mit einer opernunerfahrenen Regisseurin zusammengespannt, die aus der Tanz- und Performanceszene kommt.

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Premiere
Staatsoper: „Dialoges des Carmélites“

(21.5.23) Das Martyrium ist schrecklich, aber zum Heile, so sinngemäß der streitbare Kirchenvater Tertullian in seiner Schrift „Scorpiace“. Die Wiener Staatsoper stellt aktuell eine Oper zur Diskussion, in der die Frage nach dem Martyrium eine große Rolle spielt: „Dialogues des Carmélites“ von Francis Poulenc. Das Werk wird erstmals im Haus am Ring in französischer Originalsprache gegeben.

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Volksoper: „Die lustigen Weiber von Windsor“
(15.5.23) Die Volksoper hat erfreulicher Weise Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ wieder auf den Spielplan gesetzt. Letzten Samstag ging die Premiere über die Bühne, nachstehende Anmerkungen beziehen sich auf die zweite Vorstellung.

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Staatsoper: „Tosca“
(14.5.23) Bryn Terfel ist wieder an der Wiener Staatsoper als Scarpia zu Gast, um mit Tosca „Katz und Maus“ zu spielen – und wenn dann noch Pjotr Beczala den Cavaradossi gibt, schlagen die Herzen der Wiener Opernfans so schnell und aufgeregt wie nur mehr selten. Als dritte im Bunde machte Maria Agresta als Tosca gute Figur.
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Premiere im Livestream
Schönbrunner Schlosstheater: „Idomeneo“

(12 & 13.5.23) Ein Schwur kann verhängnisvolle Folgen haben. Das Schicksal von Idomeneo ist so ein Beispiel. Zwar glauben an Meeresgötter heutzutage nur mehr die wenigsten, aber Wolfgang Amadeus Mozart hat dem kretischen König mit jugendlichem Überschwang zu bleibendem Ruhm verholfen.

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Staatsoper: „Manon“
(7.5.23) Ein kleiner Hauch von königlichem Glanz schwebte an diesem Abend über der Vorstellung der Jules Massnetschen „Manon“ an der Wiener Staatsoper. Pretty Yende, am Vortag noch bei der Krönung von Charles III. in London engagiert, sang einen Tag später die Titelpartie in Wien.
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Polifemo“
(4.5.23) Im London der 1730er-Jahre lieferten sich Georg Friedrich Händel und Nicola Porpora einen „Opern-Wettkampf“, dem die Musikgeschichte nicht nur Händels „Ariodante“ und „Alcina“ verdankt, sondern auch Porporas „Polifemo“. Dieses 1735 uraufgeführte Werk sorgte jetzt im Musiktheater an der Wien für einen Höhepunkt der hiesigen Opernsaison.
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Österreichische Erstaufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Der Idiot“

(28.4.23) Es wurde ein langer Premierenabend: „Der Idiot“ von Mieczyslaw Weinberg erwies sich als zähe Opernkost, an der das Publikum der Österreichischen Erstaufführung viel zu nagen hatte. Insofern war es mehr eine erschöpfende, als erfüllende Erstbegegnung mit einem Werk, dessen Komplexität man sich erst erarbeiten müsste.
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MUK: „Der Holzdieb“
(26.4.23) Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) lud zu einer Rarität: „Der Holzdieb“ von Heinrich Marschner. Das Singspiel, 1825 in Dresden uraufgeführt, erklang im Rahmen des Bachelorstudiengangs Sologesang – mit freundlicher Unterstützung der Bühne Baden.
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Staatsoper: „Salome“
(21.4.23) Zweieinhalb Monate nach der Premiere hat die Staatsoper die „Salome“ wieder auf den Spielplan gesetzt. In der 6. Aufführung der Neuinszenierung trat erneut Malin Byström als Salome an, Iain Paterson sang erstmals in der Neuproduktion den Jochanaan.
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Staatsoper: „Lohengrin“
(20.4.23) Deftig geht es zu, wenn die alpenländischen Erbhofbauern und -bäuerinnen einander in die Haare geraten. Der Saal eines schmucken Dorfgasthofs wird dann schnell zum Schlachtfeld demagogischer Umtriebe und heuchlerischer Verstellung. Ob das noch etwas mit Richard Wagners „Lohengrin“ zu tun hat? Spannend war es auf jeden Fall.
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Staatsoper: „Parsifal“
(12.4.23) Die Wiener Staatsoper ist zu „alten Bräuchen“ zurückgekehrt und garniert die Osterfeiertage wieder mit Richard Wagners „Parsifal“. Um den staatsopernerfahrenen Gurnemanz von Franz-Josef Selig gruppierte sich eine Reihe an Hausdebüts. Vor allem Klaus Florian Vogts Wiener Erstauftritt als Parsifal machte neugierig.
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Volksoper: „Die letzte Verschwörung“
(4.4.23) Wer dieser Tage die Volksoper besucht, braucht starke Nerven. Es wird von Dingen die Rede sein, die niemand sich hätte träumen lassen. Ist mein Sitznachbar ein Echsenwesen? Wird durch das Mobiltelefon ein Chip ins Hirn implantiert? Und noch etwas: Steigen Sie NIE, wirklich NIE, in einen Bus der Wiener Linien mit der Betriebsnummer 8196 ein: Das FBI wird dort auf Sie warten!
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Premiere
Staatsoper: „Il ritorno d'Ulisse in patria“
(2.4.23) Mit der Staatsopern-Erstaufführung von „Il ritorno d’Ulisse in patria“ hat das Haus am Ring seinen Monteverdi-Zyklus abgeschlossen. Angetreten sind wieder der Concentus Musicus Wien unter der musikalischen Leitung von Pablo Heras-Casado. Mit Kate Lindsey als Penelope und Georg Nigl als Ulisse wurde auch bei der Besetzung Kontinuität gewahrt.
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Staatsoper: „Tosca“
(28.3.23) Tosca, Scarpia, Cavaradossi – alles neu macht der März: Die aktuelle „Tosca“-Serie an der Wiener Staatsoper kann mit zwei Rollendebüts und einem Hausdebüt aufwarten. Startschuss für das neue „Tosca-Triumvirat“ war letzten Samstag, nachstehende Eindrücke beziehen sich auf die Aufführung vom 28. März.
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Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Der Freischütz“
(27.3.23)„Der Freischütz“ als „Agathes Albtraum“? Zumindest einige Besucher dürften die neuen „Freischütz“-Produktion des Theaters an der Wien im Ausweichspielort des Museumsquartiers als „Albtraum“ empfunden haben: Denn es ist bemerkenswert, dass es nach einer dritten Vorstellung noch Buhrufe gibt. Die Premiere ist bereits letzten Mittwoch über die Bühne gegangen.
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Premiere
Staatsoper: „Le nozze di Figaro“
(11.3.23) Der neue Staatsopern-„Figaro” bewegt sich szenisch „genrefluid” im „hollywoodesken” Neobarock des Bühnenbildes und outriert slapstickhaft Mozarts delikate Erotik, abgeschmeckt mit zeitgeistiger MeToo-Relevanz, zu einer insgesamt doch eher seichten Gesellschaftskomödie.
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Thésée“
(1.3.23) Médée liebt Thésée, Egée liebt Aeglé, Thésée liebt Aeglé. Heftige Liebesgefühle beherrschen den Athener Königshof, den die Zauberin Médée kräftig aufmischt. 1675 haben der Komponist Jean-Baptiste Lully und sein Librettist Philippe Quinault diese Liebesverwirrungen und -irrungen zur Tragédie en musique „Thésée“ verarbeitet.
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Kammeroper: „Der goldene Drache“
(27.2.23) Ein fauler Zahn spielt die Hauptrolle im Musiktheaterstück „Der goldene Drache“ von Peter Eötvös. Die Vertonung des gleichnamigen Theaterstücks von Roland Schimmelpfennig wurde 2014 in Frankfurt am Main uraufgeführt und steht aktuell auf dem Spielplan der Kammeroper. (Premiere war am 14. Februar.)

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Premiere
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Belshazzar“
(20.2.23) Mesopotamien befindet sich im Klimakollaps. Ein grausamer König vermarktet die Wasserressourcen. Das Volk dürstet. Im Ausweichquartier des Theaters an der Wien inszeniert das Team um Regisseurin Marie-Eve Signeyrole Georg Friedrich Händels Oratorium „Belshazzar“ als seltsames Weltrettungstheater.
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Livestream
Staatsoper: „Salome“

(12.2.23) Die Staatsopern-Direktion arbeitet eifrig an der „Modernisierung“ des Repertoires. Jetzt musste die alte „Salome“-Inszenierung über die Klinge springen und einer Neuproduktion in der Regie von Cyril Teste Platz machen. Premiere war am 2. Februar, nachstehende Anmerkungen beziehen auf den Staatsopernstream der Aufführung vom 12. Februar 2023.
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Kammeroper: „L'arbore di Diana
(10.12.22) Am „Baum der Diana“ hat sich der junge spanische Regisseur Rafael R. Villalabos mit viel Lust gerieben und Martin y Solers Opernerfolg „L’arbore di Diana“ mit genderfluidem szenischem Gleitmittel zu einer schlüpfrigen Neuinszenierung in der Kammeroper verholfen.
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Premiere
Staatsoper: „Die Meistersinger von Nürnberg“

(4.12.22)
Nach fast fünfzig Jahren hat sich die Wiener Staatsoper eine Neuproduktion von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ gegönnt. Mit viel Introspektion und wenig Pathos drehen der Regisseur Keith Warner und Michael Volle als Sänger des Sachs, die „Meistersinger“ in die Richtung unverfänglicher Privatheit, gewürzt mit einer moralisch angehauchten Schlussutopie.
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Staatsoper: „Andrea Chenier
(30.11.22) Jonas Kaufmann hat sich an der Wiener Staatsoper nach vier Jahren wieder in die Wirren der französischen Revolution begeben. Zusammen mit Maria Agresta (Hausdebüt!) bestieg er den Karren, der Chenier und Maddalena zur Hinrichtung führt. George Petean gab den für das operngerechte Dreiecksverhältnis unentbehrlichen Carlo Gerard.
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Staatsoper: „Tosca“
(26.11.22) Deutsches Fach – italienisches Fach: Es ist für Sängerinnen und Sänger schwierig, aus den Schubladen, in denen sie von Agenturen und Besetzungsbüros abgelegt werden, wieder herauszukommen.  Zum Beispiel Camilla Nylund: Sie gastiert seit dem Jahr 2005 an der Wiener Staatsoper, hält bei über 100 Vorstellungen, und hat am Haus noch nie italienisches Repertoire gesungen.
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Il Venceslao“
(22.11.22) Die dritte konzertante Opernaufführung des Theaters an der Wien in der Ausweichspielstätte des Museumsquartiers begann mit Trompetenklängen und führte das Publikum an den Hof des polnischen Königs Venceslao. Dieser hat Probleme mit seinen Söhnen, die sich beide in Prinzessin Erenice verliebt haben – und das wird fatale Konsequenzen haben ...
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Il Tamerlano“
(19.11.22) Eine Oper, zwei Titel: „Bajazet“ oder „Tamerlano“ – der Verlierer oder der Sieger. Aber so ist das eben mit Fortuna: zuerst in höchster Höhe, dann in tiefstem Elend. Antonio Vivaldis Pasticcio aus dem Jahr 1735 war konzertant in der Halle E des Museumsquartiers, dem Ausweichspielort des Theaters an der Wien, zu Gast.
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Premiere
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „La gazza ladra“
(16.11.22) Vergnügen war das keines, nicht einmal ein „diebisches“: Das Theater an der Wien spielt in seiner Ausweichspielstätte im Museumsquartier Giaochino Rossinis „La gazza ladra“. Die Geschichte von der Silberlöffel stehlenden Elster erwies sich am Premierenabend als zähe Angelegenheit. Die Aufführung erstreckte sich – inklusive einer Pause – über nahezu dreidreiviertel Stunden.
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Staatsoper: „Cardillac“
(10.11.22) Kunden sollten den Goldschmied Cardillac meiden. Wer ihm ein Schmuckstück abkauft, endet mit einem Messer im Genick. Paul Hindemiths Oper aus dem Jahr 1926 verteidigt in der Erstfassung mit zäher Hartnäckigkeit ihren Platz auf den Spielplänen, auch wenn die Anzahl der Aufführungen in überschaubarem Rahmen bleibt.
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Staatsoper: „La traviata“
(31.10.22) Die Wiener Staatsoper hat Simon Stones „Traviata“-Ringelspiel wieder angeworfen. Eine teils neue Besetzung ist angetreten, um sich dem Clubbing des Pariser Nachtlebens zu stellen. Der Gesamteindruck blieb unter den Erwartungen.
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Volksoper: „La cenerentola“
(24.10.22) In zeitloser Frische präsentiert sich Achim Freyers „La cenerentola“-Inszenierung an der Volksoper. Die neue Direktion hat dieser fünfundzwanzig Jahre alten Produktion eine Wiederaufnahme gegönnt und damit auf allen Ebenen gewonnen.
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Volksoper: „Jolathe und der Nussknacker“
(22.10.22) „Musiktheater für die ganze Familie“ – mit diesem Wahlspruch hat die Volksoper ihre jüngste Neuproduktion „Jolanthe und der Nussknacker“ versehen. Und zumindest an diesem Samstagabend war das Haus am Währinger Gürtel nahezu ausverkauft: junge und ältere Besucher, quer durch die Bevölkerungspyramide, auch viele Kinder darunter. Das Marketing hat funktioniert.
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „La lotta d'Hercole con Acheloo “

(16.10.22) Wenn es um die Liebe geht, werden sogar Götter schwach. Der Flussgott Acheloo hat sich in die Königstochter Deianira verschaut – aber diese würde sich lieber mit Herkules vermählen. Die Lösung des Problems: Sie lässt die beiden um sich kämpfen.
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Premiere
Theater a.d. Wien im Museumsquartier: „Das schlaue Füchslein“
(15.10.22) Premierenervös beobachtet Leoš Janácek im weißen Anzug und mit Gehstock ausgerüstet das in die Halle E des Museumsquartiers einströmende Publikum. Neo-Intendant des Theaters an der Wien und Regisseur Stefan Herheim beginnt seine Arbeit am Haus mit bekannten „Stilmitteln“ und lässt – wieder einmal – den Komponisten an seinem Werk „leibhaftig“ anteilnehmen.
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Staatsoper: „Jenufa“
(12.10.22) Die Pflege der Opern von Leoš Janácek in Wien scheint eigenen Gesetzmäßigkeiten zu folgen, so als müsste man sich immer wieder neu an ihn erinnern. Er kann für Jahre aus den Spielplänen verschwinden, um dann plötzlich wieder überzeugenden Einstand zu feiern: heuer mit der „Jenufa“ im Theater an der Wien und an der Staatsoper. Und „Das schlaue Füchslein“ wird am kommenden Wochenende im Museumsquartier vorbeischauen.
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Premiere
Kammeroper: „La liberazione di Ruggerio dal'isola d'Alicina“
(6.10.22) Die Intendanz von Stefan Herheim am Theater an der Wien begann in der Kammeroper mit einer  Aufführung von  Francesca Caccinis „La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina“. Die Inszenierung macht aus der in ein Zaubermärchen verpackten Huldigungsoper eine antikriegsstimmige Abhandlung über Populismus und Propaganda.
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Staatsoper: „Rigoletto“
(4.10.22) Hofnarr und Gilda in Premierenbesetzung: Die Wiener Staatsoper spielt wieder „Rigoletto“.  Leider nach wie vor in der Inszenierung von Pierre Audi aus dem Jahr 2014.
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Premiere
Staatsoper: „Von der Liebe Tod“
(29.9.22) Die Wiener Staatsoper würde sich gerne mit einer Oper von Gustav Mahler schmücken, dem „Übervater“ aller Staatsoperndirektoren, aber Mahler hat der Nachwelt keine originäre Oper hinterlassen. Deshalb ist man auf den „sublimen“ Gedanken verfallen, eine Märchen-Kantate und Orchesterlieder des Komponisten als Grundlage für einen eineinhalbstündigen Musiktheaterabend zu nehmen.
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Staatsoper: „Don Giovanni“
(21.9.22) Die beiden „Eröffnungswochen“ sind vorbei, mit dem „Don Giovanni“ ist die Staatsoper jetzt endgültig im Repertoire angekommen. Dabei erweisen sich Kyle Ketelsen in der Titelpartie und Philippe Sly als Leporello mit ihrer sportlichen Bühnenpräsenz als treibende Kräfte der im Dezember 2021 unter Lockdown-Bedingungen aus der Taufe gehobenen Neuinszenierung in der Regie von Barrie Kosky.
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Museumsquartier Halle E: Das Gesicht im Spiegel
(17.9.22) Die Neue Oper Wien ist mit einer Oper von Jörg Widmann in die Saison gestartet. „Das Gesicht im Spiegel“ entführt das Publikum in die Welt von New Economy-Startups und bringt eine Biotechnologie-Firma auf die Bühne, der das Klonen von Menschen gelingt.
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Staatsoper: Carmen
(15.9.22) Elina Garanca und Piotr Beczala veredelten fünf „Carmen“-Vorstellung an der Wiener Staatsoper. Garanca hat ihre erste Wiener Carmen im Jahr 2013 gesungen, der Staatsopern-Erstauftritt von Piotr Beczala als Don José datiert auf den Jänner 2018.
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Staatsoper: Die Zauberflöte
(10.9.22) „La Bohéme“, „Carmen“, „Die Zauberflöte“ – nachdem die Wiederaufnahme von „La Juive“  abgesagt wurde, bietet die Staatsoper im September ein „Best of Opera“ mit Anna Netrebko, Elīna Garanča und Piotr Beczała als aufmerksamkeitsheischende Kristallisationspunkte. Der aktuellen „Zauberflöten“-Serie würden solche auch ganz gut getan haben.
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Staatsoper: La Bohème
(8.9.22) Von dem Staub, den die Saisoneröffnung der Staatsoper mit Anna Netrebko als Mimì aufgewirbelt hat, war an diesem Abend nichts mehr spüren. Die zweite Vorstellung der anstelle von „La Juive“ angesetzten Aufführungsserie von „La Bohème” fühlte sich fast schon an wie Opernalltag.
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Staatsoper: La Bohème
(5.9.22) „La Bohème” statt „La Juive“: Nachdem der geplanten Wiederaufnahme von „La Juive“ krankheitsbedingt keine zwei Wochen vor Saisonstart die beiden Hauptpersonen abhanden gekommen waren, hat die Staatsoperndirektion kurzfristig eine attraktive Alternative aus dem Hut gezaubert:  Anna Netrebko wurde als Mimì engagiert.
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Staatsoper: Rossini-Gala
(8.7.22) Der Abschluss der Staatsopernsaison 2021/22 hat sich heuer durch das Gastspiel der Opéra de Monte-Carlo in den Juli verschoben. Der letzte Spieltag wurde mit einer ganz dem Werk Rossinis gewidmeten Benefiz Gala zugunsten von AMADE (Association Mondiale des Amis de l’Enfanvce) bestritten.
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Premiere
Staatsoper: „Il turco in Italia“

(3.7.22) Das Gastspiel der Opéra de Monte-Carlo wurde mit Gioachino Rossinis „Il turco in Italia“ fortgesetzt. Dem reisefreudigen Türken begegnet man auf hiesigen Opernbühnen selten. In Wien gab es zuletzt eine Produktion in der Volksoper (2003) und eine im Theater an der Wien (2009).
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Halbszenische Aufführung
Staatsoper: „La Cenerentola“

(28.6.22) Das Gastspiel der Opéra de Monte-Carlo an der Wiener Staatsoper begann mit einer vom Publikum enthusiastisch aufgenommenen semikonzertanten Aufführung von „La Cenerentola“. Das unter dem Motto „Rossini Mania“ gestellte Gastspiel wird in den nächsten Tagen mit Aufführungen von „Il Turco in Italia“ und einer Gala fortgesetzt.
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Volksoper: „Turandot“
(23.6.22) „Turandot“ im Reich der Insekten: Die Volksopernproduktion aus dem Herbst 2006 fasziniert nach wie vor und hat es inzwischen laut Programmzettel auf 47 Vorstellungen gebracht. Phantasievolle Kostüme, gut chroeographierte Massenszenen und eine Drehbühne, die sich in die Höhe schraubt, sorgen nicht nur für üppige Optik, sondern führen auch schlüssig durch die Handlung.
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Staatsoper: „Falstaff“
(17.6.22) Sir John Falstaff treibt an der Wiener Staatsoper wieder seine Scherze. Ob er an der Hochzeitstafel des Orfeo willkommen gewesen wäre? Das ist natürlich nur eine rhetorische Frage, weil derzeit der Spielplan die beiden zusammenspannt. So richtige „Falstafflust“ kam in der zweiten Aufführung der laufenden Serie aber nicht auf.
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Staatsoper: „L'Orfeo“
(16.6.22) Das große Rätsel der Neuproduktion von Claudio Monteverdis „L’Orfeo“ an der Wiener Staatsoper ist gelöst: Euridice stirbt an einer Partydroge. Offenbar ist es uncool, von einer Schlange gebissen zu werden?!
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Premiere
Staatsoper: „L'Orfeo“

(11.6.22) Mit „L'incoronazione di Poppea“ hat der Claudio-Monteverdi-Zyklus der Wiener Staatsoper vor einem Jahr begonnen, mit „L’Orfeo“ wird er jetzt fortgesetzt. Als Orchester hat man wieder den Concentus Musicus unter Pablo Heras-Casado engagiert, für die Inszenierung wurde der englische Theatermacher Tom Morris nach Wien geholt.
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Premiere
Mueumsquartier Halle E: „Einstein on the Beach“

(10.6.22) Die Wiener Festwochen haben mit „Einstein on the Beach“ von Philip Glass eine Ikone des modernen Musiktheaters nach Wien geholt. Veranstaltungsort war die Halle E im Museumsquartier. Die Aufführung dauerte pausenlose dreieinhalb Stunden, wobei sich das Publikum frei bewegen konnte – es durfte sogar auf der Drehbühne „mitfahren“.
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Staatsoper: „Don Giovanni“
(8.6.22) Der neue „Staatsopern“-Don Giovanni“ erlebt gerade seine erste Aufführungsserie im Repertoire. Die Premiere der Neuproduktion fand noch im Dezember-Lockdown statt und wurde gestreamt. Dann folgten ein paar Aufführungen vor Publikum. Ein halbes Jahr später hat sich am Gesamteindruck wenig geändert: musikalisches Mittelmaß belebt hübsch kostümiert eine karges Felsplateau.
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Staatsoper: „Die Walküre“
(22.5.22) Der rosa Zettel beim Abendplakat weckte Befürchtungen, aber er betraf die Siegrune und nicht die Sieglinde. Denn natürlich drehte sich bei dieser „Walküre“ alles um Lise Davidsen, deren Wiener Erstauftritt als Wagnerheldin nach ihrer Absage für die „Walküre“ am 8. Mai umso sehnsüchtiger erwartet wurde.
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Staatsoper: „I puritani“
(20.5.22) War das eine typische erste Vorstellung? Jede Menge an Rollendebütanten inklusive dem Dirigenten haben Vincenzo Bellinis „I puritani“ zu nicht gerade überschwänglichem Bühnenleben verholfen. Oder ist man keine 24 Stunden nach einer „Götterdämmerung“ noch zu wenig aufnahmefähig für Bellinis zarte Liebesregungen?
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Staatsoper: „Götterdämmerung“
(19.5.22) „Götterdämmerung“ an einem Werktag? Oder hat man sich bei der Planung vertan? Es kann nicht an jedem Donnerstag im Mai Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam sein. Vielleicht war es auch nur eine Konzession an die etwas „werktägige“ Besetzung dieser Vorstellung, die ohne Nina Stemme und dem Staatsopernorchester unter Axel Kober eher bescheidenes Wagnerglück geboten hätte.
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Premiere
Kammeroper: „Enoch Arden“

(17.5.22) Die Oper „Enoch Arden“ oder „Der Möwenschrei“ von Ottmar Gerster wurde 1936 uraufgeführt und basiert auf der gleichnamigen Ballade des englischen Dichters Alfred Tennyson: ein rührendes Stück „Seemansgarn“ voller Freundschaft, Liebe und Schiffbruch. An der Kammeroper wird das Werk in einer szenischen Bearbeitung von Roland Geyer gespielt, dem scheidenden Intendanten des Theaters an der Wien.
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Premiere
Volksoper: „Der Tod in Venedig“

(14.5.22) Benjamin Brittens „Death in Venice“ hat in dieser Saison eine rare Konjunktur. Nach einer Produktion der Neuen Oper Wien im Oktober wird das Werk jetzt an der Volksoper gespielt – allerdings in deutscher Fassung. Es handelt sich um eine Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden.
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Staatsoper: „Die Walküre“
(8.5.22) Mit den letzten Winterstürmen hat sich – wie es scheint – die Pandemie verzogen. FFP2-Maskentragen wird im Haus zwar empfohlen, dürfte aber uncool sein. Der Stehplatz wurde wieder „rückgebaut“, die Bestuhlung entfernt. Genussvolles Geplauder auf der Terrasse sorgte während der beiden „Walküre“-Pausen für das Socializing: ein Opernbesuch, ganz so wie damals.
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Staatsoper: „Tristan und Isolde“
(1.5.22) Das Problem mit Premieren ist, dass man selbst zu oft ein Opfer eigener Erwartungshaltungen wird. Wenn man einmal weiß, was man zu sehen bekommt, ist es leichter möglich, eine Neubestimmung vorzunehmen. Ob sich dieses Unterfangen beim „Tristan“ gelohnt hat? Immerhin war es die letzte Vorstellung der Premierenserie.
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Konzertante Aufführung
Konzerthaus: „Herzog Blaubarts Burg“

(29.4.22) Das Wiener Konzerthaus lud zu einer konzertanten Aufführung von Bela Bartoks „A kékszakállú herceg vára“. Im ersten Teil des Konzertes fuhr das ORF Radio-Symphonieorchester kurz durch einen Kreisverkehr und dann gedachte es der Hexenverfolgung im Schottland des 17. Jahrhunderts.
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Staatsoper: „Lucia di Lammermoor“
(24.4.22) Kalt ist es in Schottland, Lucia friert. Alisa bringt ihr ein Paar Wollhandschuhe vorbei. Der weiße Bühnenschnee erstarrt in emotionaler Kälte. Bei diesem trostlosen Wetter muss man ja wahnsinnig werden.
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Volksoper: „Die Hochzeit des Figaro“
(21.4.22) Unspektakulär unterhaltsam: An der Volksoper wurde am 11. April Marco Arturo Marellis zeitlose Inszenierung von „Die Hochzeit des Figaro“ wieder in den Spielplan aufgenommen.
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Premiere
Staatsoper: „Tristan und Isolde“

(14.4.22) Die Wiener Staatsoper hat jetzt also einen neuen „Tristan“. Wieder einmal. Wasser, Schaukeln, Blut und Aggressionen. Dieser szenischen Depression hatte die musikalische Seite zu wenig entgegenzusetzen: ein mäßiger Premierenabend.
 
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Europäische Erstaufführung
Volksoper im Casino Schwarzenbergplatz: „Schoenberg in Hollywood “

(9.4.22) Seit 2017 bespielt die Volksoper einmal im Jahr das Kasino am Schwarzenbergplatz und nützt die Räumlichkeiten für zeitgenössisches Musiktheater. Dort gelangte jetzt – wegen COVID um zwei Jahre verschoben – die Kammeroper „Schoenberg in Hollywood“ zur Europäischen Erstaufführung.
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Staatsoper: „Rigoletto“
(26.3.22) Drei „Rigoletto“-Vorstellungen – drei verschiedene Gildas: Nach Rosa Feola und Vera Lotte Boecker kam an diesem Abend Lisette Oropesa zu ihrem „Gilda“-Debüt an der Wiener Staatsoper.
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Premiere
Staatsoper: „Wozzeck“

(21.3.22) Die Wiener Staatsoper präsentiert einen neuen „Wozzeck“. Die Inszenierung ist das typisches Produkt der gegenwärtigen Opernverhältnisse. Der Regisseur hat ein Konzept. Das Konzept wird durchgezogen. Es ergeben sich szenisch große Unstimmigkeiten im Vergleich mit der Partitur. Aber wen stört das noch?
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Staatsoper: „Salome“
(14.3.22) An der Wiener Staatsoper wird wieder einmal der erotischen Grenzüberschreitung gepflogen. Salome schnappt sich des Johannes Kopf für einen saftigen Kuss. Recht „lüstern“ machte die Vorstellung aber nicht. Dafür was das Orchester zu laut und die Salome zu wenig sinnlich.
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Kammeroper: „Il barbiere di Siviglia“
(13.3.22) „Il barbiere di Siviglia“ als Dystopie. Ein Land im Nirgendwo mit kaputten Typen und herumliegenden Puppenkörpern. Sevilla nach einem Atomkrieg? Keine Ahnung. Ich kann nur eine Warnung aussprechen: So haben Sie den „Barbier“ noch nie gesehen!
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Staatsoper: „Tosca“
(28.2.22) Die aktuelle „Tosca“-Serie in der Wiener Staatsoper wartet mit einer neuen Tosca und einem neuen Scarpia auf: Elena Stikhina gibt mit dieser Vorstellungsserie ihr Hausdebüt in der Titelpartie, Roberto Frontali singt am Haus erstmals den Scarpia.
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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien
: „L'Olimpiade“
(27.2.22) „L’Olimpiade” im Theater an der Wien: Die olympischen Spiele dienen in dieser Oper als Hintergrund für allerhand Liebesverwirrungen. Das Libretto stammt von Pietro Metastasio und wurde oft vertont. 1734 hat Antonio Vivaldi seine Fassung dem Publikum in Venedig vorgestellt.
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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien
: „L'Orfeo“
(22.2.22) Von der „Jenufa“ zu „L'Orfeo“, das ist ein gewaltiger Schritt vierhundert Jahre zurück in der Operngeschichte. Das Theater an der Wien lud zu einer konzertanten Aufführung mit dem Ensemble Europa Galante unter Fabo Biondi und mit Ian Bostridge in der Titelpartie.
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Theater an der Wien: „Jenufa“
(21.2.22) Das Theater an der Wien verabschiedet sich ab Ende Februar in eine zweijährige Pause zur Gebäudesanierung. Als letzte szenische Produktion vor dem baulichen Intermezzo wurde Leoš Janáceks „Jenufa“ angesetzt. Bis einschließlich 28. Februar werden noch drei Aufführungen gespielt.
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Staatsoper: „Anna Bolena“
(19.2.22) Die Wiener Staatsoper hat in den letzten Wochen dem Publikum gleich vier Wiederaufnahmen präsentiert: Auf „Peter Grimes“, „Manon Lescaut“ und „Die tote Stadt“ folgte Gaetano Donizettis „Anna Bolena“. Nachstehende Zeilen widmen sich der dritten Vorstellung der Aufführungsserie.
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Konzertante Aufführung
Volksoper: „Boris Godunow“

(29.1.22) „Boris Godunow“ ist nach über zwanzig Jahren wieder an die Volksoper zurückgekehrt – und zwar in einer konzertanten Fassung. Die geplante szenische Produktion wurde wegen COVID abgesagt.
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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien: „Psyché“

(27.1.22)
Christophe Rousset und Les Talens Lyriques sind unermüdlich beim Schatzgraben in Jean-Baptiste Lullys Opernschaffen. Mit „Psyché“ kam jetzt eine „Tragédie lyrique“ aus dem Jahr 1678 im Theater an der Wien konzertant zur Aufführung.
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Staatsoper: „Peter Grimes“
(26.1.22) Benjamin Brittens „Peter Grimes“ hat derzeit in Wien eine seltene „Konjunktur“. Nach dem Theater an der Wien, das die Inszenierung von Christof Loy wieder aufgenommen hat, folgte nun die Staatsoper mit der Reaktivierung der Produktion von Christine Mielitz.
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Staatsoper: „Pique Dame“
(23.1.22) Die Wiener Staatsoper hat ihre Produktion der „Pique Dame“ nach sieben Jahren wieder auf den Spielplan gesetzt. Für die Wiederaufnahme wurde ein Ensemble mit starker russischer Beteiligung engagiert. Nachstehende Anmerkungen beziehen sich auf die zweite Aufführung der laufenden Serie.
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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien: „Orfeo“

(22.1.22) Samstagabend lud das Theater an der Wien zu einer konzertanten Aufführung des „Orfeo“ von Nicola Antonio Porpora. Das Werk ist 1736 in London uraufgeführt worden. Die Titelpartie hat einst der berühmte Kastrat Farinelli verkörpert.
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Premiere
Theater an der Wien: „Tosca“

(18.1.22) „Tosca“ im Theater an der Wien. „Tosca“? Mit Puccini hatte das Bühnensetting erwartungsgemäß wenig zu tun. Schließlich hat der Burgtheaterdirektor persönlich inszeniert – und das Ergebnis war dementsprechend.
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Staatsoper: „Werther“
(15.1.22) Die Wiener Staatsoper spielt wieder Jules Massenets „Werther“. Juan Diego Flórez gab sein Wiener Rollendebüt in der Titelpartie, als Charlotte war Clémentine Margaine für Julie Boulliane eingesprungen . Margaine hat die Partie für alle drei Vorstellungen übernommen.
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Staatsoper: „La Cenerentola“
(10.1.22) Gioachino Rossinis „La Cenerentola“ an der Wiener Staatsoper: Die zweite Vorstellung der laufenden Serie war extrem schlecht besucht. Der Anblick des schütter besetzten Auditoriums war schockierend. Auf der Galerie saßen beispielsweise keine hundert Besucher, aus dem Parterre starrten einem leere Reihen entgegen, die Logen waren nur schütter, wenn überhaupt besetzt.
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Staatsoper: „Die Fledermaus“
(31.12.21) Die Silvester-„Fledermaus“ der Wiener Staatsoper stand zum zweiten Mal unter COVID-pandemischen Einschränkungen: Im Vorjahr gab es eine Vorstellung vor leerem Haus, die gestreamt wurde, dieses Jahr durfte das Publikum wieder mit dabei sein – der Impfung sei Dank.
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Staatsoper: „Don Carlo“
(19.12.21) Die aktuelle „Don Carlo“-Serie an der Wiener Staatsoper war bereits im Vorfeld von Umbesetzungen geprägt. Der ursprünglich geplante Filippo wurde zum Großinquisitor, ein Gurnemanz sprang als spanischer König ein, die Königin und der Dirigent mussten ersetzt werden – und jetzt ist auch noch der Tenor erkrankt. )
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Kammeroper: „Thérèse Raquin“
(18.12.21) Die Oper „Thérèse Raquin“ des US-amerikanischen Komponisten Tobias Picker taucht in die Abgründe der menschlichen Seele. Sie folgt der Handlung von Émile Zolas gleichnamigem Erfolgsroman und wird derzeit an der Kammeroper gespielt. (Nachstehende Anmerkungen beziehen sich auf die zweite Vorstellung.)
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Premiere vor Publikum
Staatsoper: „Parsifal“

(15.12.21) Weihnachten ist der Anfang von Ostern – aber soviel theologische Gewitztheit würde ich hinter der Programmplanung der Wiener Staatsoper doch nicht vermuten. Jedenfalls kam der neue „Parsifal“ jetzt auch zu seiner Premiere vor Publikum – und das Haus war sehr schlecht besucht.
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Vorpremiere
Theater an der Wien: „Giulio Cesare in Egitto“
(14.12.21) Die letzte szenische Produktion von Georg Friedrich Händels „Giulio Cesare in Egitto“ im Theater an der Wien ist schon wieder vierzehn Jahre her. Damals hat Christof Loy
einer seltsamen Schuhsymbolik gehuldigt, jetzt entführt Keith Warner das Publikum in ein Kino.
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Premiere / Livestream
Staatsoper: „Don Giovanni“

(5.12.21) Die Wiener Staatsoper hat einen neuen „Don Giovanni“. Er wurde aus COVID-Lockdown-Gründen dankenswerter Weise per Live-Stream und zeitversetzt per TV ins Haus geliefert. Auf diese Weise konnte der Premierentermin an Mozarts Todestag gehalten werden, auch wenn das Publikum – wieder einmal – pandemiebedingt nicht vor Ort sein durfte.
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Volksoper: „Der Rosenkavalier“
(20.11.21) „Der Rosenkavalier“ an der Volksoper? Einer Koproduktion mit dem Theater Bonn ist es zu verdanken, dass der Baron Ochs auf Lerchenau jetzt am Währinger Gürtel seinen Amouren nachgeht.
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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien: „Theodora“
(18.11.21) Der konzertante Opernzyklus im Theater an der Wien wurde mit einer Aufführung von Georg Friedrich Händels Oratorium „Theodora“ fortgesetzt. Die Besetzung war vorzüglich, das Haus bis auf ein paar einzelne Plätze bestens gefüllt.
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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien: „Deianira, Iole ed Ercole“
(14.11.21) „Deianira, Iole ed Ercole“ – eine Serenata von Antonio Porpora ermöglichte dem Publikum im Theater an der Wien einen konzertanten Ausflug ins Jahr 1711. Das Werk wurde für eine Hochzeit in Auftrag gegeben und warnt davor, sich der „Tyrannei“ des Liebesgottes Amor auszuliefern.
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Staatsoper: „Carmen“
(13.11.21) Die zweite „Carmen“-Vorstellung der aktuellen Aufführungsserie an der Wiener Staatsoper begann wieder mit einer Ansage. Diesmal war aber glücklicherweise niemand von der Sängerriege erkrankt, sondern die Untertitelanlage. Die meinte nämlich, es stünde noch der „Nabucco“ vom Vortag auf dem Programm. Die Technik der Staatsoper bekam das Problem im Laufe des ersten Aktes in den Griff.

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Premiere
Theater an der Wien: „La Wally“
(12.11.21) Vor vier Jahren hat sich die Volksoper an Alfredo Catalinis „La Wally“ versucht, jetzt hat das Theater an der Wien die 1892 uraufgeführte Oper „ausgegraben“. Das Werk in dem sich Hochgebirgspanoramen mit sprunghaften Emotionen paaren, ist schwer zu inszenieren. Auch die vom Theater an der Wien angebotene Lösung wirkte wenig überzeugend.
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Staatsoper: „Nabucco“
(1.11.21) Der Staatsopern-„Nabucco“ ist auch schon wieder zwanzig Jahre alt. Damals hätte sich wahrscheinlich niemand gedacht, dass Günter Krämers Versuch einer „babylonischen Vergangenheitsbewältigung“ achtzig Aufführungen erleben wird – und die heutige war laut Spielplan noch gar nicht die letzte.

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Staatsoper: „Faust“
(31.10.21) Wenn die Salzburger Osterfestspiele auf Allerheiligen verlegt werden können, dann kann die Staatsoper locker die Walpurgisnacht auf Halloween „verschieben“: Das Haus am Ring hat den „Faust“ in der von Stuttgart nach Wien geholten Inszenierung von Frank Castorf für vier Aufführungen wieder in den Spielplan aufgenommen.

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Österreichische Erstaufführung
Theater Akzent: „Proserpina“

(29.10.21) Die Kammeroper „Proserpina“ von Wolfgang Rihm wurde von der Neuen Oper Wien im Theater Akzent zur österreichischen Erstaufführung gebracht. Das Schicksal der Tochter der Ceres, die von Pluto in die Unterwelt entführt wird, ist ein zeitloser – wenn auch schon einigermaßen hinter unserem kulturellen Horizont verschwundener Stoff.

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Premiere
Kammeroper: „The Lighthouse“

(28.10.21) Das apokalyptische Biest wurde kurz vor Halloween in der Kammeroper gesichtet.„The Lighthouse“ von Peter Maxwell Davies hat dem Publikum „heimgeleuchtet“ und es am psychotischen Horrortrip von drei Leuchturmwächtern teilhaben lassen. Ob man „erleuchtet“ von dannen gezogen ist, bleibt offen, spannend war es auf jeden Fall.

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Staatsoper: „Adriana Lecovreur“
(22.10.21) An der Wiener Staatsoper funkelt wieder die Eifersucht zwischen Mezzo und Sopran, wenn es um die Liebe des schönen Maurizio geht. In der insgesamt erst elften Aufführung von „Adriana Lecouvreur“ im Haus am Ring gab Elina Garanča ihr internationales Rollendebüt als Prinzessin von Bouillon.

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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien: „Der Waffenschmied“

(21.10.21) Die Opern Albert Lortzings fristen seit vielen Jahren ein kümmerliches Dasein auf den heimischen Bühnen. Das Theater an der Wien erinnerte jetzt mit einer konzertanten Aufführung an den „Waffenschmied“. Die Oper ist vor 175 Jahren im Haus an der Linken Wienzeile unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt worden.
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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien: „Zenobia, Regina de' Palmireni“

(19.10.21) Das Theater an der Wien lud zu einer konzertanten Aufführung von „Zenobia, Regina de‘ Palmireni“ von Tomaso Albinoni. Die Oper wurde 1694 in Venedig uraufgeführt. Das Theater an der Wien präsentierte eine auf zwei Stunden gekürzte Fassung ohne Pause.
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Staatsoper: „Eugen Onegin“
(18.10.21) Die Premierenserie des neuen Staatsopern-„Eugen Onegin“ wurde im Herbst 2020 vom Lockdown unterbrochen. Die aktuelle Aufführungsserie bietet nahezu die Premierenbesetzung – mit zwei großen Ausnahmen: Es singt der Staatsopernchor und die Partie der Tatjana ist neu besetzt worden.
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Neueinstudierung
Theater an der Wien
: „Peter Grimes“

(16.10.21) Das Bett von Peter Grimes schwebt wieder an der Bühnenkante über dem Orchestergraben – sechs Jahre nach der Premiere hat das Theater an der Wien seine Produktion der Oper wieder aufgenommen. Christof Loy hat seine Inszenierung neu einstudiert: Peter Grimes im Spannungsfeld zwischen Homosexualität und den Moral- und Wertevorstellungen einer Dorfgemeinschaft.
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Staatsoper: „L'incoronazione di Poppea
(11.10.21) Die mit den Salzburger Festspielen koproduzierte „L'incoronazione di Poppea“ hatte erst im letzten Mai an der Wiener Staatsoper Premiere. Es war die erste Premiere nach dem Lockdown und mit ihrer optisch deutlich wahrnehmbaren Sinnenfreude konnte man sie als Sinnbild für überwundene Plagen verstehen – und als Ausblick auf bessere, seuchenbesiegte Zeiten.
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Premiere
Neue Oper Wien
: „Death in Venice“

(7.10.21) „Death in Venice“ von Benjamin Britten ist ein seltener, aber doch regelmäßiger Gast auf den Wiener Opernbühnen. Man kann sein Erscheinen in Dezennien angeben, zuletzt 2009 im Theater an der Wien. Zwölf Jahre später bringt jetzt die Neue Oper Wien das Werk auf die Bühne der E-Halle im Museumsquartier.
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Premiere
Kammeroper
: „Orphée et Eurydice“

(2.10.21) Gut Ding braucht Weile. In der Kammeroper wurde die für Mai 2020 geplante und wegen COVID verschobene Neuproduktion von Glucks „Orphée et Eurydice“ jetzt nachgeholt. Erzählt wird eine moderne, bittersüße „Love Story“ zwischen zwei Frauen.
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Staatsoper: „Le nozze di Figaro“
(30.9.21) Die neue Staatsoperndirektion hat in ihrer ersten Saison die Ponnelle-Inszenierung von „Le nozze di Figaro“ noch einmal aufgefrischt. Die Wiederaufnahme dieser Produktion fand im Februar 2021 unter Lockdown-Bedingungen statt. Sie wurde gestreamt und im ORF ausgestrahlt. Jetzt wird sie insgesamt vier Mal vor Publikum gezeigt.
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Premiere
Staatsoper
: „Il barbiere di Siviglia“

(28.9.21) Die Wiener Staatsoper eröffnete mit einem neuen „Barbier“ den Premierenreigen der Saison 2020/21. Die alte, aber immer noch brauchbare Inszenierung von Günther Rennert wurde durch eine quasi „semi-konzertante“ Produktion unter der Regie von Herbert Fritsch ersetzt, die – zumindest am Premierenabend – bei mir einen mehr „halblustigen“ als „überzeugenden“ Eindruck hinterließ.
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Staatsoper: „Otello“
(26.9.21) Gewaltig tobte der Sturm und die Meeresgischt spritzte aus dem Orchestergraben bis auf die Galerie. Orchester und Chor legten sich so ins Zeug, als müssten sie sich gegen Windstärke 12 behaupten. Wird die venezianische Flotte von den tosenden Urgewalten verschlungen werden? Natürlich nicht. Schon dringt das strahlende „Esulate“ wie die Sonne durch Gewitterdunst.
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Premiere
Theater a.d. Wien
: „La rappresentatione di anima et di corpo“

(19.9.21) Das Theater an der Wien bietet zur Saisoneröffnung einen philosophisch-allegorischen Ausflug zu den Anfängen der Oper. Emilio de' Cavalieris „Rappresentatione di Anima et di Corpo“ befasst sich mit der Frage, wie man durch ein tugendhaftes und gottgefälliges Leben den Weg zur Glückseligkeit beschreiten kann.
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Staatsoper: Abschiedsgala José Carreras
(14.9.21) Abschiedsgala für José Carreras an der Wiener Staatsoper: ein Abend mit viel Erinnerungen und Sentimentalität für einen guten Zweck.
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Staatsoper: „La traviata“
(5.9.21) Die neue Staatsopern-„Travita“ ist jetzt auch beim Publikum angekommen. Die für März geplante Produktion war zwar geprobt worden, musste sich dann aber wegen des Covid-Lockdowns nur mit einer einzigen, gestreamten Aufführung begnügen.
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Staatsoper: „Tosca“
(3.9.21) „Scarpia hier, Scarpia da“ – ganz Österreich sucht einen Bösewicht: Ludovic Tézier, Scarpia der Salzburger-Festspiel-„Tosca“, ist nach Graz jetzt auch in Wien in dieser Partie eingesprungen. Der Sänger gab damit sein Staatsopern-Rollendebüt. Die Umbesetzung kam nach der Absage von Erwin Schrott zu Stande.
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Konzertante Aufführung
Theater an der Wien : „Cajo Fabricio“

(28.6.21) Dem Theater an der Wien ist es gelungen, zwei unter der Saison wegen COVID abgesagte konzertante Opernaufführungen noch Ende Juni nachzuholen. Der erste Abend der beiden war für Johann Adolph Hasse und seinem „Cajo Fabricio“ reserviert.
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Staatsoper: „Elektra“
(25.6.21) Die Staatsopernsaison 2020/21 neigt sich ihrem Ende zu. Die im September letzten Jahres aus dem Depot geholte und revitalisierte „Elektra“-Inszenierung von Harry Kupfer wurde für drei Reprisen noch einmal auf den Spielplan gesetzt. Nachstehende Anmerkungen beziehen sich auf die zweite Vorstellung dieser Aufführungsserie.
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UPDATE Vorstellung vom 24.6. mit neuer Lady
Staatsoper: „Macbeth“

(14. & 24.6.21) Die Wiener Staatsoper hat kurz vor Saisonschluss mit einer Neuinszenierung von Giuseppe Verdis „Macbeth“ ihre Saison abgerundet. Es handelt sich um die dritte Produktion der Oper im Haus am Ring innerhalb von zwölf Jahren. Nach einer schottischen Duschkabine und einem Diktatorenbunker beherrscht jetzt vor allem Finsternis die Staatsopernbühne.
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Staatsoper: „Lohengrin“
(19.6.21) Das „Wirtshaus zum Lohengrin“ hat an der Staatsoper wieder seine Tore geöffnet – und gegen ein kühles Bier hätte bei den herrschenden Außentemperaturen auch niemand etwas einzuwenden gehabt. Es handelte sich bereits um die 26. Auflage dieser von der Staatsoper durchgeführten Trachtenmodenschau.
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Staatsoper: „Die Entführung aus dem Serail“
(12.6.21) An der Wiener Staatsoper wurde Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ wieder aufgenommen. Es trat die Premierenbesetzung vom Oktober 2020 an – bis auf eine Ausnahme: Mit Brenda Rae war eine neue Konstanze dazu berufen, sich in den vom Regisseur Hans Neuenfels doppelt gemoppelten Figurenkatalog einzufügen.
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Stream der Österr. Erstaufführung
Neue Oper Wien: „Solaris“
(31.5.21) Der Science-Fiction-Roman „Solaris“ von Stanislaw Lem zählt zu den berühmtesten seines Genres – und er übt auf Opernkomponisten eine starke Anziehungskraft aus. Seit Mitte der 1990er-Jahre sind drei Opernfassungen des Romans entstanden. Die jüngste von ihnen – „Solaris“ von Dai Fujikura – wurde jetzt von der Neuen Oper Wien aufgeführt.
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Stream der Premiere
Staatsoper: „L'incoronazione di Poppea“
(22.5.21) Die erste Staatsopern-Premiere vor Publikum nach dem Ende des Lockdowns galt Claudio Monteverdis „L'incoronazione di Poppea“. Es handelte sich um die Übernahme einer Produktion der Salzburger Festspiele aus dem Jahr 2018. Nachstehende Eindrücke beziehen sich auf den Stream der Aufführung über die Homepage der Wiener Staatsoper.
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Stream der Vorstellung vom 31.10.2020
Staatsoper
: „Eugen Onegin“

(8.5.21)
Die neue Staatsoperndirektion sichert sich in ihrer ersten Saison mit Premieren „am laufenden Band“ viel Aufmerksamkeit. Das war klug kalkuliert. Dass die Staatsoper ihr angeblich überaltetes Repertoire mit Produktionen „auffrischt“, die zum Teil selber viele Jahre auf dem Buckel haben, ist allerdings weniger überzeugend.
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Live-Stream / Premiere
Staatsoper
: „Faust“

(29.4.21)
Frank Castorf an der Wiener Staatsoper?! Der neue Direktor wird sich diesen Termin rot im Kalender angestrichen haben: Endlich ist dieser „Bilderstürmer“ auch im Haus am Ring angekommen und darf, was sich hier noch „bürgerlich“ zu nennen traut, mit seiner Interpretation des Gounod'schen „Faust“ verstören.
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Stream / Premiere
Theater an der Wien
: „Thais“

(25.4.21)
Die für Jänner geplante Premiere der Massenet'schen „Thais“ im Theater an der Wien musste wegen der Pandemie abgesagt werden. Die Produktion wurde aufgezeichnet und am 18. April im ORF ausgestrahlt sowie über myfidelio gestreamt. ->weiter
Stream / Premiere
Staatsoper
: „Parsifal“

(18.4.21)
Die Wiener Staatsoper hat nach vier Jahren schon wieder einen neuen „Parsifal“ im Repertoire. Die Gralsritter leben jetzt nicht mehr in einer Irrenanstalt, sondern in einem Gefängnis. Die Aufführung wurde ohne Publikum aufgezeichnet und per arte concert bzw. vom ORF gestreamt.
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Livestream / Premiere
Staatsoper
: „La Traviata“

(7.3.21)
Die Wiener Staatsoper hat ihr Premierenprogramm für die Saison 2020/21 mit einem Livestream und einer Fernsehübertragung von Giuseppe Verdis „La traviata“ fortgesetzt. In der Inszenierung von Simon Stone wurde Violetta zur „Influencerin“.
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Livestream / Premiere
Staatsoper
: „Carmen“

(21.2.21)
Die neue Staatsoperndirektion hat sich in ihrer ersten Spielzeit einen „echten“ Bieto nach Wien geholt. Geopfert wurde dafür die cineastische „Carmen“-Inszenierung von Franco Zeffirelli aus dem Jahr 1978.
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Das Gastspiel von Amalie Friedrich Materna an der Wiener Hofoper im Jahr 1869
(16.2.21)
Amalie Friedrich-Materna hat ihren fixen Platz im Sängerinnenolymp des 19. Jahrhunderts. Ihre Anfänge an der Wiener Hofoper und der eigentliche Beginn ihrer großen Karriere fallen in das Jahr 1869. Sie gab ihr Hausdebüt am 2. April 1869 als Selica in Meyerbeers „Afrikanerin“, am 14. April folgte die Amalie in Verdis „Maskenball“ und am 27. April die Leonore im „Fidelio“.
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Stream
Staatsoper
: „Nabucco

(22.1.21)
Der Geburtstags-„Nabucco“ für Placido Domingo wurde wegen der COVID-bedingten Einschränkung des Spielbetriebs  von der Wiener Staatsoper aufgezeichnet und noch am selben Tag über die Homepage und auf myfidelio gestreamt sowie am 24. Jänner von ORF III ausgestrahlt. 
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Stream
sirene Operntheater / Youtube:
„Die Verwechslung“

(13.1.21)
Der Startschuss zum Kammeropern-Festival „Die Verbesserung der Welt“ erfolgte Anfang September 2020 in einer ausrangierten Fabrikshalle in Atzgersdorf – der Zieleinlauf ist jetzt auf Youtube zu sehen.
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Stream
Theater an der Wien / Schönbrunner Schlosstheater:
Zweimal „Le nozze di Figaro“

(20.12.20)
Am 29. November 2020 wurde im Theater an der Wien „Le nozze di Figaro“ in der Inszenierung des Kabarettisten und Schauspielers Alfred Dorfer aufgeführt. Alfred Dorfer arbeitete bei seinem Opernregie-Debüt mit der Regisseurin Kateryna Sokolova zusammen. Sokolova hat im Frühjahr 2019 am Schönbrunner Schlosstheater den „Figaro“ inszeniert – was zu einem möglicherweise interessanten Vergleich einlädt.
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Livestream / Premiere
Staatsoper
: „Das verratene Meer“

(14.12.20)
Die Wiener Staatsoper widmete sich in ihrer ersten eigenproduzierten Premiere der Saison 2020/21 Hans Werner Henzes Oper „Das verratene Meer“. Wegen der coronapandemischen Einschränkungen wurde das Stück ohne Publikum aufgeführt und live von der Wiener Staatsoper gestreamt. Auf diesen Stream beziehen sich nachfolgende Ausführungen.
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Livestream
Staatsoper
: „Tosca“

(13.12.20)
Der Auftritt von Anna Netrebko als Tosca wäre einer der ganz großen Höhepunkte der Saison gewesen. Aber die aktuelle Gesundheitskrise hat ihn nur auf dem Bildschirm möglich gemacht: Die Aufführung wurde als Livestream über die Homepage der Wiener Staatsoper übertragen und zeitversetzt im TV gesendet.
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Staatsoper: „Cavalleria rusticana / Pagliacci“
(2.11.20)
Die letzte Aufführung vor dem neuerlichen Covid-19-bedingten Lockdown an der Wiener Staatsoper galt dem Einakter-Duo „Cavalleria rusticana / Pagliacci“. Der Abend wurde vom Terroranschlag in der Wiener City überschattet.
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Spielplanupdate: November 2020
(29.10.20)
Über dem November-Spielplan hängt die Ungewissheit der aktuellen COVID-Pandemie. Geplant wären einige interessante Premieren wie der „Figaro" im Theater an der Wien oder die „Die Macht des Schicksals" konzertant an der Volksoper - hoffentlich fallen die geplanten Aufführungen nicht der Macht des Schicksals zum Opfer ...
-> Link zu den Monaten
Premiere
Volksoper
: „Die Zauberflöte“

(17.10.20)
Das Haus am Währinger Gürtel als Nistfelsen für Fratercula arctica? Das aktuell feuchtkalte Wetter würde den befrackten Kerlen mit den dekorativen orangen Schnäbeln schon gefallen. Der deutsche Name dieser Vögel lässt sich sogar von Papageno ableiten: Papageno, Papagenum, Papageium, Papageientaucher!
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Premiere
Theater a.d. Wien
: „Porgy and Bess“

(14.10.20)
„Porgy and Bess“-Premiere im Theater an der Wien: Mit festem Zugriff packte diese Aufführung das Publikum beim Schopf. Das Leben ist hart, die Hoffnung aber trotzdem nicht unterzukriegen.
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Premiere
Staatsoper: „Die Entführung aus dem Serail“
(12.10.20)
Munter dreht sich das Premierenkarrussel an der Wiener Staatsoper: Anfang September „Madama Butterfly“, jetzt die „Die Entführung aus dem Serail“ – und der „Eugen Onegin“ scharrt schon in den Startlöchern. Konnte man nach der „Butterfly“ ein eher positives Resümee ziehen, ließ einen die „Entführung“ ziemlich ratlos zurück: Bassa Selim liest Mörike – und weiter?
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Staatsoper: „Don Carlos“
(7.10.20)
Die Wiener Staatsoper hat den pandämiebedingten „Verwirrungen“ Stand gehalten und die geplante Wiederaufnahme der fünfaktigen französischen Fassung des „Don Carlos“ durchgezogen: eine beispielgebende Leistung. Fünf Vorstellungen wurden angesetzt – nachstehend einige Eindrücke von der vierten Vorstellung.
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Staatsoper: „Salome“
(6.10.20)
Hausdebüts wecken am Beginn einer neuen Direktionsära immer ein besonderes Interesse: Die aktuelle Aufführungsserie der „Salome“ an der Wiener Staatsoper kann nicht nur mit einem neuen Dirigenten, sondern auch mit einem neuen Königspaar und mit einer neuen Sängerin der Titelpartie aufwarten. Berichtet wird von der zweiten Vorstellung.
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Staatsoper: „La fille du régiment“
(30.9.20)
Die aktuelle Staatsoperninszenierung von „La fille du régiment“ ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation: Die Koproduktion zwischen dem Haus am Ring, dem ROH London und der New Yorker Metropolitan Opera hat es an den genannten Häusern inzwischen zu mehreren Aufführungsserien gebracht – allein in Wien waren es bis dato 31 Vorstellungen.
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F23 Wien: „Der Durst der Hyäne“
(28.9.20) Das sirene Operntheater hat in seinem Kammeropernzyklus „Die Verbesserung der Welt“ die dritte von sieben Produktionen erfolgreich absolviert. „Der Durst der Hyäne“ brachte den Kongo ins F23 nach Atzgersdorf – eine unerwartete Kombination.
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Konzertante Aufführung
Theater a.d. Wien
: „Carlo il Calvo“

(20.9.20)
Wie macht man eine Barockoper pandämiekompatibel? Man lässt die Rezitative weg und fokussiert auf die Arien. Nicola Antonio Porporas „Carlo il Calvo“ gedieh im Theater an der Wien zu einem pausenlosen Feuerwerk an sängerischer Virtuosität.
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Premiere
Theater a.d. Wien
: „Zazà“

(16.9.20)
Das Theater an der Wien sorgte mit „Zazà“ von Ruggero Leoncavallo für einen packenden Start in die neue Saison. Die unglückliche Liebesbeziehung zwischen einer Varietésängerin und einem gutbürgerlichen Ehemann sorgte für zwei spannende, pausenlose Stunden.
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