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REZENSIONEN
Die
Entführung aus dem Serail
Premiere
Osmin als Insektensammler? Ist es aber nicht so, dass auch viele heutige
Regisseure mit den bunten, märchenhaften Erscheinungen des Opernrepertoires
ähnlich verfahren? Sie nadeln sie mit ihren Interpretationen fest,
heften Etiketten daran und behaupten, nun wüsste das Publikum wirklich,
was es davon zu halten habe!
12.6.10 Volksoper
Il
sogno di Scipione
KZT
Dem „Traum des Scipio“ durfte das Publikum im Wiener Musikverein
folgen. Eine konzertante Aufführung des Concentus Musicus präsentierte
das Werk lebendig und nicht ohne Humor.
6.6.10 Musiverein
Don
Giovanni
Trotz interessanter Einzelleistungen konnte dieser Staatsopern-„Don
Giovanni“ insgesamt nur wenig Profil entwickeln. Mit geschäftiger
Routine wurde der Abend heruntergespult – sehr „repertoiregemäß“
und uninspiriert.
28.1.10 Staatsoper
Don
Giovanni
Im Theater
an der Wien treibt Don Giovanni wieder als Hoteldirektor sein Unwesen.
Die Wiederaufnahme einer Produktion aus dem Jahre 2006 kam auch bei stark
veränderter Besetzung wieder sehr gut beim Publikum an.
1.8.09 Theater an der Wien
Don
Giovanni
Mit Mozarts „Don Juan“ wurde am 25. Mai 1869 das neue Wiener
Hof-Operngebäude eröffnet. 140 Jahre später schaute „Don
Juan“ als „Don Giovanni“ am nämlichen Orte vorbei.
Den „Hof“ gibt es natürlich nicht mehr und auch am Gebäude
hinterließ die bewegte Zeitgeschichte ihre Spuren – doch Genius
Mozart füllte das Haus mit seinen zeitlosen Klängen –
wie heute, so einst.
25.5.09 Staatsoper
Mitridate,
Re di Ponto
Auf der Bühne liegen massive Betonteile einer aufgesprengten Wand
verstreut. Hat hier eine römische Granate eingeschlagen? Militärs
wuseln herum. Das einzige was noch fehlt, ist der Nachrichtensprecher
von CNN.
24.4.09 Theater a.d. Wien
Die
Zauberflöte
Achim Freyers Zauberflöten-Inszenierung von Schwetzingen 2002 hat
es über Zwischenstopps (Strasbourg und Dresden) jetzt ans Theater
an der Wien geschafft. Es handelt sich um eine durchaus erfrischende Produktion,
der aber am Schluss „die Luft ausgeht“.
10.8.08 Theater a.d. Wien
Don
Giovanni
Ildebrando D'Arcangelo als Don Giovanni? Das war eine interessante Option!
Der „Edel-Leporello“ der letzten Jahre machte sich zum Herrn
und meisterte den umtriebigen Bösewicht mit Bravour.
14.1.08 Staatsoper
Le
Nozze di Figaro Premiere
Der mächtige Baumstamm in der Mitte eines barocken Mauerwerks, das
erste Verfallsspuren aufweist, ist eine Platane – keine Esche. Botanisch
versierte Opernbesucher haben das gleich erkannt. Insofern war nach Öffnen
des Vorhangs die Sorge unbegründet, man könnte einen „Figaro“
gegen eine „Walküre“ eingetauscht haben. Obwohl, ganz
so sicher...
1.8.07 Theater an der Wien
La
finta semplice
Mozarts selten gespielte Jugendoper „La finta semplice“ (komponiert
1768) bot im Theater an der Wien beiderlei: amüsante Opera buffa-Unterhaltung
– und einen deutlichen Blick hinter die humorige Fassade. Insgesamt
eine sehenswerte, aber keine „herausragende“ Produktion.
5.7.07 Theater a.d. Wien
Don
Giovanni
Manchmal tut es richtig wohl, alles auf das Wetter zu schieben. Ein Tiefdruckgebiet
mit Schneefall war angekündigt. Sensible Menschen können schon
darunter leiden. Zur Pause gab es eigentlich nur enttäuschte Gesichter
und die Hoffnung auf ein etwas ansprechenderes Fortkommen im zweiten Akt.
22.1.07 Staatsoper
Idomeneo
Wiener Opernfans werden zur Zeit verwöhnt. Die Wiederaufnahme des
„Idomeneo“ im Theater an der Wien war schon wegen Michael
Schades Gestaltung der Titelpartie ein Ereignis besonderen Ranges.
17.1.07 Theater a.d. Wien
Le
Nozze di Figaro
Die Wiener Mozarttage an der Staatsoper begannen nicht ganz planmäßig.
Drei Umbesetzungen würfelten das SängerInnenteam durcheinander.
Aber bewährte Kräfte und ein junges Ensemblemitglied gestalteten
den Abend zur allgemeinen Zufriedenheit.
5.1.07 Staatsoper
Cosi
fan tutte
Die Wiederaufnahme der Festwochen-„Cosi“ im Theater an der
Wien litt stark unter der Abwesenheit von Elina Garanca. Erst nach der
Pause belebte sich der bis dahin ziemlich zähflüssige Opernabend.
21.11.06 Theater a.d. Wien
Die
Zauberflöte
Die Wiederaufnahme der Festwochen-„Zauberflöte“ im Theater
an der Wien ging in teils veränderter Besetzung über die Bühne.
Die Inszenierung wirkte um den „Neuigkeits-Bonus“ ziemlich
müde. Es wurde schön, aber spannungslos musiziert.
11.10.06 Theater a.d. Wien
Don
Giovanni
An der Volksoper wurde der „Don Giovanni“ wieder auf den Spielplan
gesetzt: in deutscher Sprache und einer hübschen, volkstheater-nahen
Inszenierung.
14.9.06 Volksoper
Don
Giovanni
„Don Giovanni“ im Theater an der Wien: Witzig, bissig und
am Schluss bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Wer die Produktion
noch nicht gesehen hat, drei Vorstellungen gibt es noch bis 18. August.
9.8.06 Theater a.d. Wien
Cosi
fan tutte
Premiere
Das Theater an der Wien lud zur Premiere von „Cosi fan tutte“.
Die französisch-österreichische Koproduktion war bereits im
Sommer 2005 in Aix-en-Provence zu sehen gewesen und übersiedelte
jetzt nach Wien. Die Aufführung glänzte durch eine sehr gute
Personenregie und eine überzeugende Ensembleleistung.
3.6.06 Theater a.d. Wien
Zaide
Premiere
Der gute Wille zählt fürs Werk: Der Humanismus eines Peter Sellars
kann zwar über die mäßige künstlerische Umsetzung
dieser „Zaide“ nicht hinwegtrösten, aber er hat sich
engagiert eines Themas angenommen, das auch abseits des Mozartjahres mehr
Öffentlichkeit verdient hätte.
21.5.06 Jugendstiltheater
Die
Zauberflöte Premiere
Noch eine „Zauberflöte“? Nach Staatsoper und Volksoper
hat das Theater an der Wien die meistgespielte Oper in den Spielplan aufgenommen.
Die Produktion der Wiener Festwochen in Kooperation mit dem Festival von
Aix-en-Provence bietet viele interessante Ansätze, die sich nur bedingt
zu einem Ganzen fügen.
13.5.06 Theater a.d. Wien
Die
Entführung aus dem Serail
Mozarts
„Entführung aus dem Serail“ wird im Burgtheater gespielt.
Der Werkstattcharakter der Inszenierung springt dermaßen ins Auge,
dass man als Zuschauer eigentlich nur die Flucht ergreifen kann. Auch
musikalisch häuften sich die Unzulänglichkeiten. Kaum zu glauben,
dass man eine solche Produktion dem Wiener Publikum anlässlich des
Mozartjahres vorsetzt.
1.5.06 Burgtheater
Die
Schuldigkeit de ersten Gebotes
Das Publikum war an diesem Abend nicht so „milde“ gestimmt
wie „Titus“: Regie und Dirigent erhielten einiges an Missfallensbezeugungen.
Aber zum Glück gabs Elina Garanca, die mit ihrem Sextus die teilweise
ermüdenden Leerläufe dieses Abends vergessen machte.
12.4.06 Theater a.d. Wien
La
clemenza di Tito
Das Publikum war an diesem Abend nicht so „milde“ gestimmt
wie „Titus“: Regie und Dirigent erhielten einiges an Missfallensbezeugungen.
Aber zum Glück gabs Elina Garanca, die mit ihrem Sextus die teilweise
ermüdenden Leerläufe dieses Abends vergessen machte.
26.3.06 Theater a.d. Wien
Don
Giovanni
Feruccio Furlanetto als „Don Giovanni“: der einstige Leporello
ist zum „Herrn und Meister“ geworden. Eine adeliger Lebemann
in der Fülle der Jahre, dem (fast) alles zu Gebote steht.
25.3.06 Staatsoper
Zaide
Mozarts Fragmentoper „Zaide“ wurde konzertant im Musikverein
zur Aufführung gebracht: eine musikalisch gelungene Wiederbelebung
dieses aus Mozarts Nachlass stammenden Werkes.
11.3.06 Musikverein
Lucio
Silla
Die Wiederaufnahme des„Lucio Silla“ im Theater an der Wien
hat alle Erwartungen erfüllt. Das ist Musik-Theater intravenös.
Über drei Stunden Mozart in aufwühlender, ins Blut gehender
Interpretation: sowohl musikalisch als auch szenisch.
4.3.06 Theater a.d. Wien
Idomeneo
Premiere
Die neue Opernära im Theater an der Wien hat begonnen: den Anfang
machte Mozarts „Idomeneo“ im Rahmen einer Koproduktion mit
der Wiener Staatsoper. Vor allem das Damendreigespann Angelika Kirchschlager,
Genia Kühmeier und Barbara Frittoli führte die Aufführung
zum Erfolg.
27.1.06 Theater a.d. Wien
Don
Giovanni
An der Staatsoper wird „Don Giovanni“ jetzt wieder in der
Inszenierung von Roberto de Simone gespielt. Das ist kein Vorteil. Das
Bühnengeschehen entwickelt kaum Witz oder satirische Schärfe,
das erotisch zugleich anziehende und abstoßende Flair Don Giovannis
bleibt unentdeckt.
18.1.06 Staatsoper
Cosi
fan tutte
Mozart wird derzeit überall reichlich gespielt, was nicht weiter
verwundert. An der Staatsoper startete man ins Mozartjahr mit „Cosi
fan tutte“. (Nachfolgende Anmerkungen beziehen sich auf die dritte
Aufführung der laufenden Serie.)
14.1.06 Staatsoper
Zauberflöte
Premiere
Zwischen 19. Jahrhundert und märchenhaftem Nirgendwo: die neue „Zauberflöte“
an der Volksoper ist ein hübsch bebildertes „Weder-Noch“.
Dermaßen zwischen die Demarkationslinien heutiger Regietrends plaziert,
kann man gegen diese Inszenierung „Alles“ oder „Nichts“
einwenden. Das Premierenpublikum entschied sich für „Nichts“
und spendete am Schluss viel Beifall.
17.12.05 Volksoper
Le
Nozze di Figaro
Musikalische Neueinstudierung des „Figaro“ an der Staatsoper
unter Riccardo Muti: Mozart in bester „Wiener“-Manier, gleichsam
aus sich selbst musiziert, feinfühlig, mit weichem, federndem Klang.
Das betörte, belebte und sorgte für gute Stimmung.
10.12.05 Staatsoper
Der
Schauspieldirektor
Mozart-Jubiläen haben den Vorteil, dass auch Werke von Salieri gespielt
werden. Im Musikverein erinnerte man an einen musikalischen Wettstreit
aus dem Jahre 1786: Salieri gegen Mozart – „Prima la musica
e poi le parole“ gegen den „Schauspieldirektor“.
15.10.05 Musikverein
Zauberflöte
Die Staatsoper startete mit einer Aufführung der „Zauberflöte“
in die neue Saison. Risikolos, aber programmatisch. Denn „Alles
Mozart“, das wird der Wahlspruch in der Opernsaison 2005/06. Schließlich
jährt sich am 27. Jänner 2006 Mozarts Geburtstag zum 250 Mal.
1.9.05 Staatsoper
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