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REZENSIONEN
L'Elisire
d'Amore
Viel
Applaus gab es vom Publikum der Wiener Staatsoper für Rolando Villazón.
Der Tenor feierte nach längerer, krankheitsbedingter Abwesenheit
ein viel umjubeltes Comeback.
22.3.10 Staatsoper (German)
->English Review
L'Elisire
d'Amore
Donizettis
„Liebeselixier“ erwies sich an der Staatsoper auch in der
172. Aufführung dieser Otto Schenk-Inszenierung als amüsant-heiterer
Opernabend. Es war zugleich die dritte Aufführung einer Serie in
der Pavol Breslik sein Wiener Hausdebüt feierte.
13.1.10 Staatsoper
Lucia
di Lammermoor
25
Minuten (!) Schlussapplaus – mehr Bedarf es wohl nicht, um die Außergewöhnlichkeit
dieses Abends zu dokumentieren. Edita Gruberova stand wieder als „Lucia
di Lammermoor“ auf der Bühne der Wiener Staatsoper. Sie wurde
mit Auftrittsapplaus begrüßt und verzückte das Publikum
einmal mehr mit ihrer außergewöhnlichen Gesangeskunst.
5.6.09 Staatsoper
L'Elisire
d'Amore
An
solchen Abenden verharrt das Wiener Opernpublikum in jubelnder Anbetung
– feiert den langedienten Opernrecken (Leo Nucci) ebenso wie den
jungen, aber schon ganz ins heilige Schatzkästlein des Opernherzens
aufgenommenen Juan Diego- Flórez und feiert alle Mitwirkenden überhaupt.
8.4.09 Staatsoper
Lucia
di Lammermoor
Bei
ihrer zweiten Wiener „Lucia“ wirkte Anna Netrebko gelöster
und selbstsicherer. Wenn die Tagesverfassung mitspielt, dann kann sie
mit ihren Stärken so viel punkten, dass die Nachteile weniger deutlich
ins Gewicht fallen.
17.3.09 Staatsoper
Lucia
di Lammermoor
Anna
Netrebko ist nach ihrer Babypause an die Wiener Staatsoper zurückgekehrt
– und dort wartete schon „Lucia di Lammermoor“ als Herausforderung.
Die Erwartungshaltung des Publikums war groß, wurde aber im Vorfeld
durch Medienberichte gedämpft: Kein „hohes Es“ am Schluss
der Wahnsinnsarie – ob es darauf ankommt!?
14.3.09 Staatsoper
Lucia
di Lammermoor
Die
zweite von vier „Lucia di Lammermoor“-Aufführungen bewies
einmal mehr die singuläre Extraklasse von Edita Gruberova in der
Titelpartie. Das weitere Umfeld der Aufführung machte keine so große
Freude.
7.5.07 Staatsoper
La fille
du régiment
Mit
33 Minuten langem Schlussapplaus wurde die „Regimentstochter“
verabschiedet und Juan Diego Floréz beschenkte das Publikum mit
einer Wiederholung des „Ah! Mes amies“.
28.4.07
Staatsoper
La
fille du régiment
Premiere
Die
erste französischsprachige Aufführung von Donizettis „Regimentstochter“
an der Wiener Staatsoper wurde zum großen Opernfest. Eine illustre
Besetzung, eine geschickt Humor und Sentiment verknüpfende Regie
und viel operettennaher Schwung aus dem Orchestergraben sorgten passgenau
für die richtige Mischung.
1.4.07
Staatsoper
Anna
Bolena
Für
Donizetti war „Anna Bolena“, Tragedia lirica, uraufgeführt
1830, ein wichtiger Schritt in seiner kompositorischen Entwicklung –
und im Streben um die Rossini-Nachfolge. Das zweiaktige Werk wurde im
Konzerthaus konzertant zur Aufführung gebracht. Das Ergebnis war
leider nicht ganz so zwingend wie erhofft.
30.3.07
Konzerthaus
Roberto
Devereux
Schwarze
Regenschirme zur Ouvertüre: sie leiten in dieser Inszenierung das
Drama um die englische Königin Elisabetta ein und ihrem Roberto Devereux.
Er wird sterben, sie wird verzweifeln. Federnde Donizetti-Rhythmen schafften
beiden ein „sanftes Ruhekissen“.
16.9.06 Staatsoper
L'Elisire
d'Amore
Anna
Netrebko ist an der Staatsoper für zwei Liebestrank-Vorstellungen
zu Gast. Dass der exzellente „Liebestrank“ Netrebko-Villazón
vom heurigen April nicht überboten werden könnte, verriet einem
schon der Besetzungszettel.
3.10.05 Staatsoper
L'Elisire
d'Amore
Dass
solche Abende naiven Opernglücks überhaupt noch erlaubt sind?!
Anna Netrebko und Rolando Villazón erspielten und ersangen sich
in dieser „Bilderbuch“-
Inszenierung nach Otto Schenk die Herzen des Wiener Publikums.
3.4.05 Staatsoper
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INHALTSANGABEN
& REZENSIONEN
Anna
Bolena
30.3.07
Konzerthaus
La
Favorite
17.2.03
Staatsoper P
24.1.04
Staatsoper
L'Elisire
d'Amore Inhalt
21.2.04 Staatsoper
3.4.05 Staatsoper
3.10.05 Staatsoper
8.4.09 Staatsoper
13.1.10 Staatsoper
La fille
du régiment
1.4.07 Staatsoper P
28.4.07 Staatsoper
Lucia
di Lammermoor Inhalt
2.9.02 Staatsoper
25.6.03 Staatsoper
7.5.07
Staatsoper
14.3.09
Staatsoper
17.3.09
Staatsoper
5.6.09
Staatsoper
Roberto
Devereux
7.12.00 Staatsoper P
18.5.02 Staatsoper
16.9.06 Staatsoper
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BIOGRAPHIE
29.11.1797
geboren in Bergamo
1818 Erste Oper "Enrico di Borgogna" wird in Venedig
aufgeführt
1822 Erste Opernerfolge in Rom
Bis 1830 über 30 verschiedene Opern, darunter "Viva la
Mamma!"
1829 Heirat mit Virginia Vasselli
1830 Internationaler Durchbruch mit "Anna Bolena" in
Mailand
1832 "L´Elisier d´amore", Mailand
1833 "Lucrezia Borgia", Mailand
1834/35 "Maria Stuarda"
1835 "Lucia di Lammermoor", Neapel
1837 Tod seiner Frau
1837 "Roberto Devereux", Neapel
1838 Von Neapel nach Paris, nachdem die Zensur Aufführung
des "Poliuto" verboten hat
1840 "Die Regimentstochter", Paris
1840 "La Favorite", Paris
1842 "Linda di Chamounix", Wien, Ernennung zum k.k. Kammerkapellmeister
und Hofkomponisten
1843 "Don Pasquale" Paris
1846 Einlieferung in eine Irrenanstalt bei Paris
8.4.1848 Tod in geistiger Umnachtung in Bergamo
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WIRKUNGSGESCHICHTE
Donizettis
fließbandmäßige Opernproduktion, er schaffte in Summe
so um die 70 Stück in knappen 30 Jahren, nahmen auch schon die Zeitgenossen
aufs Korn, und sie gingen mit dem damaligen "Modekomponisten"
ganz schön hart ins Gericht.
Wiener
Allgemeine Theaterzeitung anläßlich der Uraufführung von
"Lucrezia Borgia" in Paris vom 24. und 25.11.1840:
"Keine Oper ohne Donizetti! Und die eine Composition ist wie die
andere; (...). Nach einer Unmasse von Cadenzen, Trillern und Rouladen,
welche seit dreißig Jahren immer und ewig nach einem und demselben
Zuschnitte fabriciert werden, kommen bei jeder Arie, jedem Duette, Terzette
und Chore die nämlichen Finales vor, welche in allen Productionen
der neueren italienischen Schule banal sind. Donizetti hütet sich
wol, an dieser routinierten Methode etwas zu verändern, denn auf
diese Weise kann er ein Viertel seiner Arbeit dem ordinärsten Copisten
überlassen. Mit diesem althergebrachten Handwerksmaterial und einigen
neuen Arien, Duetten und Terzetten - wenn Stücke, welche kaum einen
eigenen Gedanken enthalten, noch neu genannt zu werden verdienen - componiert
Donizetti seine Opern, und wirft sie ganz so leichtfertig, wie er sie
erarbeitete, dem Publikum an den Hals. (...) Als die "Lucia"
erschien, hofften wir, der allzuängstliche Nachbeter Rossinis würde
nun eine ganz neue Richtung nehmen; er schien durchdachter gearbeitet
zu haben; es zeigte sich einige Mäßigung in Anwendung seiner
Mittel; die Töne und Melodien waren natürlicher, einfacher,
ergreifender; die besser studirten Charaktere, die besser nuancierten
Personen machten solche dramatische Wirkung, wie sich ihrer der Componist
bisher noch nicht rühmen konnte. Donizetti schien die entnervte italienische
Schule zu ihrer früheren Kraft, Einfachheit und Wahrheit zurückzuführen
(...). wir sind durch seine späteren Compositionen unangenehm enttäuscht
worden - "Lucrezia Borgia" liefert für unsere Ansicht einen
neuen Beleg!"
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