GEORGES BIZET

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REZENSIONEN

Carmen
Musikalische Neueinstudierung von „Carmen“ an der Wiener Staatsoper: Aus dem angesagten Highlight der Saison wurde durch eine Reihe von Absagen eine solide Repertoirevorstellung.
3.5.2010 Staatsoper

Carmen
Richtig gezündet hat das Wiener Carmen-Debüt von Vesselina Kasarova nicht. Ihr kunstsinniger Gesang abstrahierte sich zu sehr vom cineastischen Breitwandformat, dieser auch schon wieder 30 Jahre alten Produktion von Franco Zeffirelli: Kasarovas Carmen ist schon zu artifiziell für das spanische Lokalkolorit, belebte Marktplätze und Schmugglerschenken.
25.2.09 Staatsoper

Carmen
Die vierte Aufführung der laufenden Carmen-Serie bediente vor allem touristisches Publikum. Da kann es sogar in Wien passieren, dass in die Ouvertüre hineingeklatscht wird... Aber Hauptsache Zeffirellis üppig-folkoristisches Bühnenspanien erglänzte wieder prachtvoll unter dem Licht mittelmeerländischer Sonneneinstrahlung.

30.9.05 Staatsoper

Carmen
Bei klirrenden Außen-temperaturen verlockten mich südspanische Gefielde: „Carmen“ an der Volksoper. Die Aufführung war eine „Reise“ an den Währinger Gürtel wert.

7.2.2005 Volksoper

Carmen
Hinreißende Laszivität und spanisch-heiß hervorsprudelnde Erotik suchte man vergebens. Die leidenschaftliche Üppigkeit der Bizet'schen Komposition blieb ungenützt.

30.9.01 Staatsoper

Carmen
Mit aller gebotenen Prägnanz setzte Agnes Baltsa wieder ihre Carmen in Szene, die inzwischen zu einer Art herbem Stück Bitterschokolade mutiert ist. Ein Meisterstück auf ihre Art und Weise, jenseits aller jugendlicherotischen Impulsivität, die man einer Carmen ja auch zugestehen müsste.
12.5.00 Staatsoper

INHALTSANGABEN

Carmen, 1875

BIOGRAPHIE

25.10.1838 Paris
1857 Rompreis
1863 "Die Perlenfischer"
, Paris
1872 "Djamileh", Paris
1875 "Carmen", Paris
3.6.1875 Paris

WIRKUNGSGESCHICHTE

"Ich hörte gestern - werden Sie es glauben? - zum zwanzigsten Male Bizets Meisterstück. Ich harrte wieder mit einer sanften Andacht aus, ich lief wieder nicht davon. Dieser Sieg über meine Ungeduld überrascht mich. Wie ein solches Werk vervollkommnet! Man wird selbst dabei zum 'Meisterstück'. (...) Die Musik scheint mirr vollkommen. Sie kommt leicht, biegsam, mit Höflichkeit daher. Sie ist liebenswürdig, sie schwitzt nicht."
Friedrich Nietzsche "Der Fall Wagner" Mai 1888